MGV „Germania“ Lutter ist überaus fleißig

Rudi Sommer, Albrecht Rautenberg, Werner Moers, Bernhard Wolze und Wilhelm Göbel (von links) wurden für ihr regelmäßiges Erscheinen bei den Übungsabenden mit einer Wurst belohnt.

1. Vorsitzender Wilhelm Göbel zeigte sich mit Leistung der Chormitglieder sehr zufrieden

In den Reigen der Vereine und Institutionen des Fleckens Lutter am Barenberge, die regelmäßig zum Beginn eines neuen Jahres ihre Mitgliederversammlung abhalten, gehört auch der Männergesangverein „Germania“ von 1885.
Wilhelm Göbel, 1. Vorsitzender dieses einzigen noch existierenden reinen Männergesangvereins im Bereich der Samtgemeinde, begrüßte an diesem Abend neben den Sängern auch die passiven und fördernden Mitglieder des Vereins, insbesondere aber die Bürgermeisterin des Fleckens Lutter, Karin Rösler-Brandt, sowie Ernst Mein, seines Zeichens Ehrenchorleiter des Vereins und auch Ehrenvorsitzender des Chorbezirks „Harz“. Chorleiterin Alexandra Spieker war aus persönlichen Gründen verhindert.
In seinem schier nicht enden wollenden Bericht über die Aktivitäten der Sänger im zurückliegenden Jahr hatte Göbel noch Daten parat, an die sich der eine oder andere schon nicht mehr erinnerte oder ganz woanders ansiedelte. Kein Wunder auch, denn man hatte sich im letzten Jahr immerhin 55 Mal getroffen, hatte an 37 Übungsabenden teilgenommen und war bei 13 Auftritten dabei. Wobei die Teilnahme an der „Nacht der Chöre“ in der St.-Andreas-Kirche zu Seesen, das gemeinsame Konzert mit dem Gesangverein „Arion“ Goslar zu dessen 145-jährigen Bestehen (auch hier gibt A. Spieker den Ton an) in der Neuwerk-Kirche zu Goslar, die Mitgestaltung verschiedener Gottesdienste (zum Beispiel Himmelfahrt im Steinbruch Ostlutter oder Erntedankfeier auf dem Hof der Familien Spandau) sicherlich zu den gesanglichen Höhepunkten zählen.
Aber auch in gesellschaftlicher Weise haben sich die „Germanen“ engagiert. Sei es beim Dorffest mit einem Getränkestand, beim Neilepokal-Schießen, bei der Jubiläumsfeier des Harzklubs Lutter, bei der Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge, der Seniorenweihnachtsfeier, und so weiter. Die ganze Liste hier aufführen zu wollen, würde den Rahmen bei weitem sprengen.
Die vielen aufgeführten Aktivitäten nahm die Bürgermeisterin in ihren Grußworten gern auf und dankte den Sängern dafür, dass sie stets zur Verfügung gestanden und sich mit ihrem Tun so intensiv für das Gemeinwohl engagiert haben. Als sichtbares Zeichen ihres Dankes hatte sie einen Umschlag mit farbigen „Wunscherfüllungspapierchen“ dabei, den sie dem Verein übergab.
Wie das bei einer Jahreshauptversammlung so üblich ist, wurde selbstverständlich auch das Protokoll verlesen und ein Kassenbericht abgegeben. Bei beiden gab es keine Einwände, so dass einerseits Werner Moers für sein „Schriftwerk“ und andererseits Jörg Münnich für sein „Zahlenwerk“ herzlich gedankt werden konnte.
Zu den übungseifrigsten Sängern zählten (man kann schon sagen: wie immer) Al­brecht Rautenberg, Wilhelm Göbel, Rudi Sommer, Bernhard Wolze und Werner Moers. Sie bekamen als kleines Dankeschön ein Naturalien-Präsent überreicht. Eigentlich, so Wilhelm Göbel, hätte jeder andere Sänger ebenfalls ein Präsent verdient gehabt, denn von den 21 Aktiven waren im Durchschnitt 19 Sänger anwesend. Doch das würde die Vereinskasse zu sehr belasten. Seinen Dank richtete er aber auch an die „Auswärtigen“. Bernd Gohlke aus Salzgitter, Herbert Sander aus Seesen und Achim Netz aus Astfeld, sind aus liebgewordener Verbundenheit zu Lutter und zu den „Germanen“ doch ebenfalls Mitglieder des Vereins.
Als Göbel die Termine für das neue Jahr verkündete, ließ er durchblicken, dass er selbstverständlich gerne auch neue Sänger in seinen Reihen sehen würde, doch gleichzeitig freue er sich auch immer wieder auf das Zusammensein mit seinen „Lutter-Boys“ in der jetzigen Zusammensetzung.
Wer Interesse am Chorgesang hat, darf sich gern mit ihm in Verbindung setzen (1. Vorsitzender: Wilhelm Göbel, Telefon: 05383-237; Singabend: donnerstags, 1930 Uhr, in der „Begegnungsstätte“ der Kurt-Klay-Schule).
Nach dem offiziellen Teil saß man noch gemütlich zusammen und ließ sich eine rus­tikale Vesper munden.
Der erste Übungsabend findet am kommenden Donnerstag, 17. Januar, 19.30 Uhr, im Singlokal „Bürgerbegegnungsstätte“ in der Kurt-Klay-Schule statt.