Mühlenteich: Mönch weiterhin undicht

Im Sommer 2012 vor seiner Sanierung präsentierte sich der Mühlenteich im Herzen Lutters noch äußerst idyllisch.

Verwaltung plant aktuell keine Maßnahmen / Angelsportler zeigen sich verärgert

Laut einem Bericht der Goslarschen Zeitung ist das Thema Mühlenteich in Lutter aktuell wieder in aller Munde. Als Grund wird der weiterhin undichte Mönch genannt, der zur Regulierung des Wasserstandes benötigt wird. Zudem beklagen sich Einwohner über die immer mehr Raum greifenden Schilfflächen.

Bernd-Dieter Günther, Vorstandsmitglied des Angelsportvereins Lutter, wird von der Zeitung wie folgt zitiert: „Während der Trockenperiode fiel der Wasserstand um 60 bis 70 Zentimeter, es floss durch den Mönch mehr Wasser ab als im Einlauf zu.“ Und auch TSV-Ehrenvorsitzender Hermann Jahns kommt in dem Artikel zu Wort. Er bezeichnet die Situation am Mühlenteich gar als „Skandal“ und spricht von Steuergeldverschwendung. Das Material zur Abdichtung des undichten Mönchs liegen laut Bericht vor, die Verwaltung beabsichtigt aber, aktuell nicht tätig zu werden. Lutters scheidender Samtgemeindebürgermeister Peter Kühlewindt sieht auch nicht den undichten Mönch als einzigen Verursacher des Wasserverlustes. Laut Aussage des Verwaltungschefs spielten auch die hohen Temperaturen und die langanhaltende Trockenheit in den letzten Monaten eine gewichtige Rolle. Kühlewindt spricht in diesem Zusammenhang von Verdunstung. Der Samtgemeindebürgermeister machte gegenüber der GZ auch deutlich, dass die Verwaltung keine kurzfristigen Maßnahmen anpeile.
Und auch in Sachen des Schlammlagerplatzes werde sich vorerst nichts tun. Der im vergangenen Jahr aus dem Mühlenteich ausgebaggerte Schlamm lagert gegenwärtig auf dem ehemaligen Areal der Kleingartensiedlung. Eigentlich sollte dieser bereits in diesem Jahr abgefahren werden, leider enthalte er jedoch noch zu viel Feuchtigkeit. Einige Landwirte aus der Region sollen Interesse an dem Schlamm angemeldet haben. Sie wollen den Inhalt des Mühlenteichs auf ihren Feldern aufbringen.