Müllärger auf den Friedhöfen

Auf dem Lutteraner Friedhof ist ganz klar gekennzeichnet, was hier abgeladen werden darf.

Probleme in Hahausen, Lutter und Nauen / Eine Maßnahme wird es geben

Das Schild auf dem Lutteraner Friedhof ist nicht zu übersehen: „Nur Kompost“ ist am Kompostbehälter angebracht.

Eigentlich eine klare Sache, meint man. Doch in Hahausen, Lutter und Nauen sorgt das, was obendrein hier abgeladen wird, mächtig für Ärger. Denn Plastikmüll, Kränze samt Schleifen und Schaumstoffe gehören hier nicht hinein, doch sie werden entsorgt.
Im Neileboten machte der Lutteraner Kirchenvorstand seinem Ärger jetzt Luft. Darin heißt es: „Sogar Hausmüll wurde dort abgelagert, teilweise neben den dort stehenden Müllbehältern“. Problem an der Sache, der Kompost muss dann aufwändig von Hand sortiert werden, was eigentlich niemandem zuzumuten ist, bevor er im Kompostwerk Upen entsorgt werden kann. Auch Pfarrerin Johanna Bernstengel hat schon mitsortiert. „Eine eklige Sache ist das “, sagt sie auf Anfrage.
Dieses uneinsichtige Handeln Einzelner verursacht mehr Kosten. „Würde der Inhalt der Kompostbehälter nicht sortiert, müsste der gesamte Müll als Hausmüll entsorgt werden, was die Kosten noch höher werden ließe“, umreißt die Lutteraner Kirchenvorsteherin Barbara Edelmann im Neileboten das Problem.  Heißt im Umkehrschluss, die zusätzlichen Kosten müssen dann auf die Friedhofsgebühren umgelegt werden. „Ich denke, die Kirchengelder können für sinnvollere Sachen im Pfarrverband verwendet werden”, betont Pfarrerin Johanna Bernstengel. Und hofft zugleich, dass die Leute Einsicht zeigen beispielsweise die Plastikgefäße mit nach Hause nehmen.
In Lutter und Nauen gibt es bereits Schilder. Wie in Lutter scheinen sie auch in Nauen kaum Wirkung zu erzielen, hat die Pfarrerin festgestellt. Zumindest in Hahausen wird die Kirchengemeinde reagieren. „Wir werden jetzt große Schilder anbringen, um darauf aufmerksam zu machen, was hier entsorgt werden kann“, sagt Johanna Bernstengel. Mehrfach wurde die Kirchenfrau im Pfarrerverband schon auf die Probleme auf den örtlichen Friedhöfen angesprochen.
„Der Kirchenvorstand bittet deshalb erneut darum, die angebrachten Schilder zu beachten, den Müll zu trennen und nur an den dafür vorgesehenen Stellen zu entsorgen“, heißt es abschließend im Neileboten. Das hofft auch Pfarrerin Johanna Bernstengel.