Nachtragshaushalt passiert Rat einstimmig

Die Finanzierung für das LF 10 für die Feuerwehr Hahausen ist fast in trockenen Tüchern, und das das Fahrzeug letztlich auch in die Garge passt, wurde am Mittwoch schon einmal mit dem Fahrzeug der Sehlder Wehr probiert.

Neues Feuerwehrfahrzeug für Hahausen rückt in greifbare Nähe / B 82 war ebenfalls Thema beim Rat

Einstimmig verabschiedete am Donnerstagabend der Rat der Samtgemeinde Lutter einen Nachtrag in Höhe von insgesamt 215.000 Euro für den Haushalt 2013. Mit diesem Schritt rückt die Anschaffung für ein neues Einsatzfahrzeug für die Hahäuser Wehr (der „Beobachter“ berichtete) wieder ein Stück näher. Nun muss nur noch der Landkreis sein Okay geben.

„Am Besten“, so Kühlewindt im Gespräch mit dieser Zeitung, „wäre es, wenn über unseren Antrag noch sehr kurzfristig bis zum 5. November entschieden wird. Dann hätten wir nämlich die Möglichkeit, uns an einer Sammelausschreibung zu beteiligen, da der Städte- und Gemeindebund am Fünften des kommenden Monats eine Vergleichsvorführung von Feuerwehrfahrzeugen in Burgdorf veranstaltet.“ Entsprechende Gespräche mit dem Landkreis wurden schon geführt. Und die Signale aus der Goslarer Klubgartenstraße, den Antrag schnellstmöglich zu bearbeiten, seien positiv.
Grundsätzlich steht auch schon fest, welches Fahrzeug die Hahäuser Brandschützer bekommen sollen, ein LF 10 (Löschfahrzeug). Dass dieses Fahrzeug auch in das Hahäuser Gerätehaus passt, wurde am Mittwoch schon einmal ausprobiert. Mitglieder der Sehlder Feuerwehr, die ein ganz ähnliches Fahrzeug ihr Eigen nennen, kamen für eine Einfahrtprobe vorbei. Und siehe da, ein LF 10 mit entsprechend niedrigem Aufbau passt.
Rund 200.000 Euro soll das neue Fahrzeug kosten. Die restlichen 15.000 Euro des Nachtragshaushaltes sollen für den Einbau von zwei Abgas-Absauganlagen für das Gerätehaus verwendet werden. Kühlewindt ist guter Hoffnung, dass die Hahäuser Brandschützer, passiert im Genehmigungsverlauf und der Auswahl des Fahrzeuges nichts Unvorhergesehenes mehr, noch vor Ablauf des nächsten Jahres das neue Einsatzfahrzeug in Empfang nehmen können. Die Wehr in Ostlutter würde dann das LF 8 aus Hahausen bekommen, und die Brandschützer in Nauen bekämen ihr Fahrzeug zurück. „Ist das alles abgeschlossen“, so der Verwaltungschef, „sind wir für die kommenden vier bis fünf Jahre im Feuerwehrwesen wieder sehr gut aufgestellt.“
Im weiteren Verlauf der Sitzung konnte Peter Kühlewindt noch eine positive Nachricht aus der vorangegangenen Sitzung des Verwaltungsausschusses verkünden. Die Sanierung der Glasfront in der Kurt-Klay-Grundschule wird noch in diesem Jahr über die Bühne gehen, und zwar zu einem deutlich geringeren Preis als zunächst angenommen. Im Haushalt wurden 38.000 Euro für die Erneuerung der Glasfront mit Blick auf den Pausenhof bereitgestellt. Diese Maßnahme wird jedoch nur 25.274 Euro kosten. Der Auftrag wurde bereits vergeben und soll noch vor Weihnachten abgeschlossen werden.
Ferner ging es in der Ratssitzung um den Erörterungstermin zur Neugestaltung der B 82. Lutters Ortsbürgermeisterin Karin Rösler-Brandt bat die Verwaltung darum den Landes- und den Bundesrechnungshof über die Kosten für die Baumaßnahme zu informieren. Rund fünf Millionen Euro soll die Umgestaltung der B 82 zwischen Langelsheim und Hahausen nach Berechnung der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr kosten. Die Kommunen Langelsheim und Lutter sowie zahlreiche Landwirte aus der Region halten die Pläne nicht für zielführend und drohen auch mit juristischen Mitteln.
Kühlewindt will der Aufforderung von Lutters Ortsbürgermeisterin gerne nachkommen. Zudem will er sich mit den zuständigen Landtags- und Bundestagsabgeordneten in Verbindung setzen.
Ob die Pläne der Landesbehörde letztlich so umgesetzt werden, wie sie am Montag durch Vertreter der Behörde vorgestellt wurden, obliegt nun dem Landkreis Goslar als zuständige Planfeststellungsbehörde. Egal wie das Verfahren am Ende auch ausgeht, mit einem Baubeginn ist wahrscheinlich nicht vor 2016 zu rechnen.