Nördliches Harzvorland+ ist Ausnahmeregion

(Von links): Gerhard Willms, Stadt Wolfenbüttel; Andreas Memmert, Samtgemeinde Schladen; Regina Bollmeier, Samtgemeinde Asse; Hubert Spaniol, Gemeinde Liebenburg; Hans-Joachim Bienert, Stadt Vienenburg (hinten); Peter Kühlewindt, Samtgemeinde Lutter am Bbge.; Jens Range, Samtgemeinde Baddeckenstedt; Dr. Lothar Liebermann, LGLN (vorne); Claus-Jürgen-Schillmann, Landkreis Wolfenbüttel; Bernd Waldmann, Stadt Salzgitter; Olaf Kosel, Samtgemeinde Oderwald; Holger Aue und Angela Rzeppa, LGLN (Landesamt für G

Land fördert die ILE-Kooperation bis 2015 / Stand beim Tag der Niedersachsen

Die Lenkungsgruppe der ILE-Region Nördliches Harzvorland+ durfte sich zu ihrer turnusmäßigen Sitzung am 19. August in Schladen über gute Neuigkeiten freuen. Ein aktueller Bescheid des Landes Niedersachsen ermöglicht, dass die Kooperation der neun Kommunen bis ins Jahr 2015 weitergeht, und das obwohl die zugrundeliegende EU-Förderperiode in ganz Europa zum Jahresende 2013 ausläuft.

Mit Erhalt dieser Sondergenehmigung setzt das Nördliche Harzvorland+ einmal mehr ein Zeichen als Ausnahmeregion Integrierter Ländlicher Entwicklung (ILE).
Schon seit Ende 2008 existiert die Kooperation als ILE-Region über Kommunal- und Landkreisgrenzen hinweg, Anfang 2011 war Salzgitter als neunter Partner dazugekommen. Das unterstützende Regionalmanagement wäre nun nach maximal fünf Jahren, wie generell überall im Lande vorgesehen, diesen Oktober ausgelaufen. Jetzt kann es weitergehen bis Mitte 2015.
Vertreter der zuständigen Landesbehörde LGLN überreichten den Bürgermeistern und Amtsleitern der neun ILE-Partner in Schladen symbolisch den Förderbescheid für die Verlängerung. Lenkungsgruppensprecher und Hausherr Andreas Memmert hatte zuvor im Auftrag der Kollegen einen Antrag gestellt und freute sich nun über die positive Resonanz. „Wir fallen auf mit kooperativen Lösungen und einer beeindruckenden Fördermittelbilanz für unsere Region“ begründet Memmert den Erfolg.
Wie viel Arbeit hinter all den herzeigbaren Ergebnissen steckt, weiß auch Liebenburgs Bürgermeister Hubert Spaniol. Unermüdlich setzte er sich in den vergangenen Jahren für Energieprojekte ein, darunter eine überregionale Klimaschutzinitiative. Die Lenkungsgruppensitzung in Schladen ist nun Spaniols letzte, seine Amtszeit als Bürgermeister endet im September. Mit Dankbarkeit und einer gehörigen Portion Wehmut verabschiedeten die Kollegen den langjährigen Weggefährten aus ihrem Kreis. Spaniol wie seine Mitstreiter zeigten sich sehr erfreut, dass mit dem jetzt verlängerten Regionalmanagement die Zusammenarbeit vom Modellprojekt bis zur Gemeinschaftsaktion aktiv weitergeht und neue Initiativen, etwa zur Verbesserung der Versorgungssituation auf dem Lande, organisiert werden können.
Peter Kühlewindt, Bürgermeister der Samtgemeinde Lutter am Barenberge, verwies auf die wie üblich lange Liste gemeinsamer Themen, darunter die Neuausrichtung der Tourismusförderung im Tourismusverband Nördliches Harzvorland, in dem sich seine Kommune ebenso wie alle anderen engagiert.
Gerhard Willms, Amtsleiter und Vertreter der Stadt Wolfenbüttel, berichtete von einer bereits positiven Bilanz der flussgebietsübergreifenden Hochwasserpartnerschaft als Modell für Niedersachsen. Asses Samtgemeindebürgermeisterin Regina Bollmeier gab einen Ausblick auf das allernächste Ereignis für Bewohner und Gäste: Derzeit bereiten sich zahlreiche haupt- und ehrenamtlichen Akteure auf den gemeinsamen Auftritt beim „Tag der Niedersachsen“ vor.
Vom 30. August bis 1. September ist das Nördliche Harzvorland+ bei Partner Vienenburg direkt vor dem ältesten erhaltenen Bahnhof Deutschlands in Bestform zu erleben.
Jens Range, Bürgermeister der Samtgemeinde Baddeckenstedt, wird dort mit Mitwirkenden aus seiner Kommune das überregionale Kooperationsprojekt Innerste-Radweg vorstellen. Zahlreiche Aktionen und buntes Programm locken außerdem über volle drei Tage am ILE-Stand. Fachdienstleiter Bernd Waldmann wollte allerdings noch nicht verraten, welche Attraktion Salzgitter mit der städtischen Tourismusförderung WIS im Gepäck haben wird.
Wie immer heißt es also auch zum „Tag der Niedersachsen“: Neunmal herzlich willkommen, jetzt in der offiziellen Ausnahmeregion, im Nördlichen Harzvorland+!