Pachtvertrag um weitere 25 Jahre verlängert

Auf die nächsten 25 Jahre: TSV-Vorsitzender Hermann Sonnenrein (links) und SG-Bürgermeister Peter Kühlewindt unterzeichnen den Pachtvertrag.

„Kooperation“ zwischen Samtgemeinde und TSV Lutter am Barenberge hat sich über Jahrzehnte bewährt

Auch die Politik auf lokaler Ebene legt in den Sommerferien gern mal eine Pause ein. Dafür herrschte im Saal des Rathauses der Samtgemeinde Lutter in der vergangenen Woche allerdings relativ große Betriebsamkeit. Zunächst wurde hier Schiedsmann Günther Tiedemann nach 31-jähriger Tätigkeit im Rahmen eines kleinen Festaktes verabschiedet (der „Beobachter“ berichtete). Nur zwei Tage später dann hatte Samtgemeindebürgermeister Peter Kühlewindt erneut zu einem Pressetermin geladen. Dabei hatte Hermann Sonnenrein, seines Zeichens 1. Vorsitzender des TSV Lutter von 1875, neben dem Verwaltungschef Platz genommen. Beide setzten ihre Unterschrift unter den neuen Pachtvertrag, der vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2038 und damit – wie der Ende 2012 auslaufende Vertrag – 25 Jahre läuft. Nach mehreren Vorgesprächen mit dem TSV-Vorstand und entsprechenden Beratungen hatten im Juli bereits Verwaltungsausschuss und Rat grünes Licht für das Vertragswerk gegeben.
Peter Kühlewindt machte deutlich, dass die Samtgemeinde ein Interesse an einer langfristigen Regelung habe. Schließlich erkläre sich der TSV Lutter bereit, die gemeindeeigene Anlage an der Bachstraße nebst Gebäuden zu unterhalten, angefangen vom Rasenmähen bis zur Durchführung von Reparaturarbeiten. Auch Steuern und Abgaben für Wasser, Strom und Müll trägt der Sportverein, der über den Rasen- und den Hartplatz, über das Sportheim, vier Tennisplätze und das Tennisheim verfügen kann. Die Gemeinde zahlt dem TSV für die genannten Unterhaltungsmaßnahmen jährlich 3000 Euro und verlangt nur einen – eher symbolisch zu verstehenden – Pachtzins von zehn Euro pro Jahr. „Wenn es um größere Investitionen und Instandsetzungen geht, dann wird das Vorgehen zwischen beiden Parteien natürlich abgesprochen“, betont Kühlewindt.
Für den TSV Lutter ist eine solche langfristige und nicht nur von Jahr zu Jahr reichende Vereinbarung gerade im Blick auf Zuschüsse von großer Wichtigkeit. Nur bei einer Laufzeit von mindestens zehn Jahren fließen die entsprechenden Gelder seitens des Kreissportbundes.
Wesentliche Änderungen im Vergleich zu den alten Regelungen habe es nicht gegeben, erklärte der Bürgermeister weiter. Man habe lediglich auf Euro umgestellt und das ganze Vertragswerk ein wenig „verschlankt“. Festgehalten ist, dass Schule und Kindergarten wie bisher die Umkleidekabinen, Duschen und Anlagen kostenlos und andere Vereine des Fleckens diese gegen ein lediglich kostendeckendes Entgelt benutzen können.
Dass diese Art der Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Verein hervorragend klappt und sich bewährt hat, zeigt ein Blick in die Akten. Schon seit 1955 stehen beide Seiten in vertraglichen Vereinbarungen. Und selbst wenn es zu einer wie auch immer gearteten Fusion kommen sollte, dann würde die „neue“ Gemeinde in Rechtsnachfolge treten. So lässt sich gut planen...
Wie Hermann Sonnenrein abschließend ankündigte, wolle man die nächste Winterpause nutzen, um weiter die Umkleidekabinen und Duschen zu sanieren.