Patientenschutzorganisation kritisieren fehlende Rauchmelder in Altenheimen – Brandschutz total im Seniorenzentrum Neiletal

Goslar/Lutter (epd / G. J.). Fehlende Rauchmelder gefährden nach Angaben von Patientenschutz-Organisationen das Leben der Bewohner von Altenpflegeheimen. Bei bundesweit rund 50 Bränden im Jahr in Senioreneinrichtungen stärben etwa 20 Bewohner, kritisierte die Deutsche Hospizstiftung. Etwa 100 Menschen würden verletzt. Die Stiftung reagierte damit auf einen Todesfall letzte Woche in Goslar. In einem Altenpflegeheim kam ein 87-jähriger Mann bei einem Brand ums Leben. Eugen Brysch von der Hospizstiftung bemängelt, dass es in dem Goslarer Heim nur auf den Fluren eine mit der Feuerwehr verbundene Brandmeldeanlage gäbe, aber keine Rauchmelder in den Zimmern.
Das niedersächsische Sozialministerium reagierte am Donnerstag zurückhaltend auf die Forderung nach einem einheitlichen Brandschutz und schärferen Kontrollen. Sprecherin Heinke Traeger wies auf die niedersächsische Bauordnung hin. Danach kann die Bauaufsichtsbehörde bei der Genehmigung von Altenpflegeeinrichtungen die Anforderungen an den Brandschutz festlegen. Dazu gehörten Brandmeldeanlagen mit Verbindung zur Feuerwehr. Traeger appellierte an die Heimbetreiber, ihre Verantwortung für die Funktion und Kontrolle des Brandschutzes wahrzunehmen.
Der Heimbetreiber des Seniorenzentrums Neiletal in Lutter hat dem Brandschutz bestens Rechnung getragen. Sämtliche Räume des Hauses sind mit Brandmeldern ausgestattet.