Rat verabschiedet Eröffnungsbilanz

Wie der Rat des Fleckens Lutter (der „Beobachter“ berichtete) hat nun auch der Rat der Samtgemeinde Lutter am Barenberge in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag die erste Eröffnungsbilanz zum Stichtag 1. Januar 2010 einstimmig verabschiedet.

Bilanz weist einen Sollfehlbetrag aus

Die Bilanzsumme, so berichtete es Kämmerin Heike Ahrens, beläuft sich auf rund 5,5 Millionen Euro. Auf der Aktiv-Seite der Bilanz, also der Seite, die Auskunft über die Mittelverwendung gibt, ist der größte Posten das Sachvermögen. Darunter summieren sich Kindergärten, Schulen und so weiter. Auf der Passiv-Seite, die Auskunft über die Herkunft der Mittel gibt, weist die Bilanz einen so genannten Sollfehlbetrag von rund 850.000 Euro aus. Dem steht ein Reinvermögen von nur 32800 Euro gegenüber. Der Haushalt der Samtgemeinde weist also ein negatives Eigenkapital aus. Im Vergleich zu den Haushalten der Mitgliedsgemeinden steht die Samtgemeinde finanziell also deutlich schlechter dar.

Eigenkapitalquote sieht nicht gut aus

Kummuliert man die Bilanzsummen aller Mitgliedsgemeinden mit der Bilanzsumme der Samtgemeinde ergibt sich ein Betrag von rund 11,6 Millionen Euro. Das Reinvermögen beläuft sich dann auf aufgerundet 2,4 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote liegt demnach bei 20,38 Prozent. Zum Vergleich: Der Flecken Lutter weist in seiner Eröffnungsbilanz eine Eigenkapitalquote von 48 Prozent aus.
Zieht man nun den Vergleich zu den benachbarten Gemeinden, beispielsweise Liebenburg, ins Spiel, zeigt sich, dass die dortige Eröffnungsbilanz eine Eigenkapitalquote con 35 Prozent aufweist. Die Samtgemeinde Lutter muss also ihren Haushalt kosolidieren und den Sollfehlbetrag schnellstmöglich verringen. Gelingt das nicht, sieht es düster aus.