Regen und Schlamm lassen den „Teich in Flammen“ erlöschen

Viele Plätze blieben leer. Das Wetter spielte nicht mit und so kamen nur rund 100 Besucher zum Teichfest an den Mühlenteich.
 
Die Besucher - die kamen - blieben auch. Das Höhernfeuerwerk hätten sie aber gerne gesehen.

Teichfest litt unter Wetterkapriolen – wenige Besucher kommen - Feuerwerk fiel aus

In Lutter fand am letzten Samstag das traditionelle Teichfest statt. Wenn der Teich ruft kann das Fest beginnen, so war es wenigstens in der Vergangenheit. Dieses Jahr spielte nicht das Feuerwerk über dem Mühlenteich, sondern das Wetter die Hauptrolle.

Von Antonio Mateo, Seesen

Seit nunmehr 27 Jahren feiert der Angelsportverein (ASV) Lutter alle zwei Jahre das in Lutter am Barrenberg sehr beliebte Teichfest auf dem herrlichen Festgelände beim Mühlenteich.
Unter dem Motto „Teich in Flammen“ richtet der Verein mit seinen Mitgliedern dieses Fest jeweils am letzten Samstag im August aus. Ein Buntes Programm begleitet die großen – und kleinen Besucher während des Festes. Den Höhepunkt bildet ein farbenprächtiges Feuerwerk über dem Mühlenteich.

Dieses Jahr sollte leider alles anders werden. Die Wetterkapriolen machten bereits im Vorfeld zum Fest dem Veranstalter zu schaffen. Böse überrascht wurde der Angelsportverein, als in der Nacht zum Freitag ein schweres Unwetter das Festareal am Mühlenteich in eine Schlammlandschaft verwandelt. Eine Schlammlawine bedeckte den größten Teil des Festplatzes. In stundenlanger Arbeit beseitigte der Veranstalter den Schlamm, der mehrere Trecker-Anhänger füllte. Aber das sollte nicht alles sein, was das schlechte Wetter beeinflussen sollte. Fing das Fest am Samstag noch bei leicht bewölktem Himmel an, änderte sich das Wetter am frühen Abend zum Nachteil für das Fest. Mehrere Regenschauer prasselten über dem Festgelände nieder. Die Nachmittagsschauer ließen für den Abend nichts Gutes befürchten. Viele Besucher blieben aus – nur gut 100 Lutteraner kamen zum Fest. „So etwas haben wir in den letzten 27 Jahren nicht erlebt und es sind auch sehr wenig Besucher hier.“, erklärt der ASV-Vorsitzende Thomas Klay gegenüber der Zeitung. „Wir können das Risiko einfach nicht eingehen und haben uns daher entschlossen das Höhenfeuerwerk abzublasen“, sagt Klay. Es ist eine „Vernunftsentscheidung“, doch der Schock sitzt besonders bei den „Kleinen“ Besuchern tief. Dem Schock der Gäste, folgt Verständnis für die Entscheidung des Vereins. Die rund 100 Gäste ließen sich die gute Laune nicht vermiesen und belagerten die Wagen und Stände auf dem Festareal.

Selbstverständlich fehlte auf einem traditionellen Teichfest eines Angelsportvereins der Fisch nicht. Fischstände mit frisch geräucherten Forellen und Lachsschwänzen verwöhnten ebenso kulinarisch wie auch das beliebte Fischbrötchen vom Fischwagen. Auch die Fleischfreunde mussten nicht auf Bratwürstchen vom Grill verzichten. Schon zum Beginn des Festes erwartete den Besucher eine gemütliche Kaffeerunde direkt an der Angelhütte am Mühlenteich. Durch die vielen Kuchenspenden der Mitgliederfrauen, gab es ein großes Angebot zu moderaten Preisen. Der Blick auf den, durch den Schlamm stark eingefärbten, Mühlenteich war dieses Jahr allerdings nicht so schön, wie in den letzten Jahren. Thomas Klay nimmt es sportlich: „In den 27 Jahren ist das Feuerwerk nur einmal ausgefallen – in zwei Jahren nehmen wir es erneut in Angriff“, so sein Resümee.