Reitverein zeigt mit Turnier was in ihm steckt

Großartigen Pferdesport sahen die Gäste beim WBO-Turnier in Lutter. (Foto: Süpke)

Anzahl der Teilnehmer sprengt fast die Kapazitäten beim WBO-Turnier in Lutter

Beeindruckende Sprünge, faszinierende Vorführungen in der Führzügelklasse und ein Rennen mit Pferd, Reiter, Hund und Läufer. So viel Abwechslung bekamen am Wochenende die Besucher des WBO-Reitturniers in Lutter geboten, das der örtliche Reit- und Fahrverein mit Unterstützung der Reitgemeinschaft Goslar veranstaltete.

Neben den verschiedenen Wettkämpfen beeindruckte aber vor allem die große Teilnehmerzahl. Das idyllische Gelände des Lutteraner Reitvereins gelangte ob der vielen Reiter und Zuschauer an seine Kapazitätsgrenzen. Insgesamt zählten die Verantwortlichen um Vereinsvorsitzende 123 Einzelstarts, die von 64 unterschiedlichen Reitern ausgeführt wurden. Ursprünglich waren nur 100 Starts geplant, doch es kam zu zahlreichen Nachmeldungen. Mehr Reiter hätten es am Ende aber auch nicht sein dürfen, sonst wäre nicht nur ein Platz-, sondern auch zu einem Zeitproblem aufgetreten.
Vom Lutteraner Reit- und Fahrverein gingen bei dem Turnier alleine fünf Kinder an den Start, die erst seit wenigen Wochen auf dem Pferd sitzen. Begonnen hatte ihr Training nach den Sommerferien. Das Turnier am Wochenende bot also erstmals die Gelegenheit sich in einer Prüfungssituation zu versuchen. Vorsitzende Fiedler bezeichnete das Turnier, es handelte sich um den letzten Wettbewerb vor der anstehenden Winterpause, deshalb auch als eine Art Motivationsturnier. Die Reiter sollten dadurch nochmals zum Training im Winter angespornt werden.
Organisiert und umgesetzt wurde das Turnier in der Hauptsache von den 22 Mitgliedern des kleinen Vereins, die entweder selber an den Start gingen oder mit helfenden Händen zur Stelle waren. Beinahe wäre der Wettbewerb aber trotz guter Vorbereitung ins Wasser gefallen. Zwar nicht wegen des Wetters, denn die Sonne schien am Wochenende bekanntermaßen aus allen Löchern, sondern wegen einer defekten Toilettenanlage, die nur Dank einer großzügigen Spende der Firma Zivkovic aus Salzgitter-Bad rechtzeitig renoviert werden konnte. Am Vormittag des Turniers standen zunächst die E- und die A-Dressur auf dem Programm bevor in den Nachmittagsstunden die Wettbewerbe zum „Schritt-Trab“, das Springen, der „Action-Parcours“ und der Höhepunkt „Jump and Dog“ folgten. Bei letzterem musste der Parcours, der mit zahlreichen Hindernissen gespickt war, zunächst mit Pferd und Reiter und im Anschluss dann von Hund und Läufer absolviert werden. Ein spektakuläres Turnier-Finale.
Am Freitag, also am Tag vor den Dressur- und Springwettbewerben, hatte der Verein bereits einen großen Orientierungsritt durch die Feldmark Lutters veranstaltet.
Im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte die 1. Vorsitzende des Vereins, Stefanie Fiedler, dass das Turnier wieder einmal gezeigt hätte, welch schöne Reitanlage Lutter vorzuweisen habe. Deshalb müsse es auch von großem Interesse sein, diese Anlage dauerhaft zu erhalten. „Hier im Graffel haben wir die schönsten Bedingungen weit und breit. Diese müssen erhalten bleiben.“ Über die Ergebnisse der verschiedenen Wertungsklassen berichten wir in kürze.