Sattelzug rutscht beim Rangieren in Wassergraben

Der verletzte Lkw-Fahrer konnte sich aus eigener Kraft aus dem Führerhaus befreien. (Foto: Kiehne)

Fahrer bei Unfall an Biogasanlage bei Hahausen verletzt

Hahausen (am). Dem Fahrer eines mit Koks beladenen Sattelzuges passierte am Mittwochabend ein fatales Missgeschick. Wie gewohnt, wollte er seinen 18-Tonner auf dem Gelände der Biogasanlage nahe Hahausen für die Nacht abstellen, als beim Rückwärts-Rangieren der Drei-Achs-Auflieger in den Graben des engen Wirtschaftsweges rutschte. Durch die gewaltige Hebelwirkung riss es auch die Zugmaschine mit einem gewaltigen Ruck auf die Seite, so dass diese mit der Fahrerseite im Wassergraben landete. Beim Umkippen der Zugmaschine verletzte sich der Fahrer am Kopf.
Nicht zum ersten Mal hatte der im Ort lebende Lkw-Fahrer hier seinen Sattelzug über Nacht abgestellt. Die örtlichen Gegebenheiten waren dem Fahrer bestens vertraut und dennoch kam es auf dem engen Wirtschaftsweg zum Malheur. "Der Fahrer konnte sich aus eigener Kraft aus dem Führerhaus befreien, so dass wir nicht aktiv eingreifen mussten“, erklärte der Hahäuser Ortsbrandmeister Jörg Rühmann. Lediglich eine Ölsperre habe man vorsorglich im Wassergraben gesetzt, um auslaufendes Öl oder Kraftstoff aufzufangen, so der Chef der Ortsfeuerwehr.
Nach der Erstversorgung des verletzten Fahrers durch das Deutsche Rote Kreuz wurde dieser anschließend durch den Rettungsdienst in die Asklepios Kliniken Schildautal gebracht. Der Sattelzug konnte nur mit einem Kran geborgen werden. Über 20 Kräfte der Ortsfeuerwehr Hahausen, von DRK, Polizei und Seesener Bergungsunternehmen waren im Einsatz. Die Schadenshöhe ist noch unbekannt.