Schuldenuhr für Samtgemeinde

Die Fakten liegen auf dem Tisch: „Samtgemeinde mit 451.000 Euro im Minus“ titelte der „Beobachter“ Anfang März.

Zu diesem Ergebnis kam die Verwaltung, als der Haushalt für 2016 vorgelegt wurde. Das bringt den Bund der Steuerzahler jetzt auf eine Idee, die Samtgemeinde bekommt eine schicke Schuldenuhr.
Der Grund für das großzügige Geschenk ist der Umstand, dass die finanziellen Probleme nicht hausgemacht sind. Mehr einsparen geht nicht. Gestiegen sind unter anderem die Personalkosten, zudem muss die Kurt-Klay-Schule für das Thema Inklusion fit gemacht werden, so will es der Gesetzgeber. Allein 75.000 Euro fallen für die Schule ins Gewicht. Der Bund der Steuerzahler fühlt mit den Einwohnern der Samtgemeinde. Deshalb sponsern sie eine Uhr.
Mit der soll so einiges angezeigt werden: Neben dem Gesamtschuldenstand, auch die Verschuldung pro Kopf und als Bonus auch noch die Entwicklung der Einwohnerzahl in der Samtgemeinde. Schließlich sinkt die seit Jahren. Weniger Einwohner bedeuten geringere Einnahmen. Vielleicht ist es ein Anreiz für Auswärtige, in die Samtgemeinde zu ziehen. Jeder Einwohner mehr wird extra angezeigt. Dafür wird ein Banner über der Uhr angebracht. Dort könnte beispielsweise stehen; „Die Samtgemeinde begrüßt fünf neue Einwohner“. Werbewirksam ist das allemal. Deshalb wird noch überlegt, wo die Uhr aufgestellt werden soll. Denkbar sind unter anderem das Rathaus, einer der vielen Ortseingänge oder an einem renommierten Platz. Der Bund der Steuerzahler will in den nächsten Tagen Kontakt mit der Samtgemeinde aufnehmen. Dann sollen Details besprochen werden.