Topfkuchen statt Frühstück

Kämmerin Heike Ahrens geht nach den jüngsten Fehlalarmen ganz besonders vorsichtig mit dem Knauf an der Eingangstür des Rathauses um. Foto: Jung
Wer ins Lutteraner Rathaus einbrechen möchte, hat schlechte Karten, denn: Die neue Alarmanlage, mit der die Verwaltung ungebetene Gäste fernhalten möchte, funktioniert ausgezeichnet. Das stellte nach dem Einbau der Sicherheitstechnik als erste „Testerin“ Karin Rösler-Brandt, ihres Zeichens Bürgermeisterin des Fleckens Lutter, fest. Aus Versehen, allerdings. Als Entschädigung für den „falschen Alarm“ spendierte sie den Rathausmitarbeitern ein leckeres Frühstück.
Nun, dass die Verwaltungsangestellten nicht nur ein Gratisfrühstück goutieren, sondern sich auch mit selbst gebackenem Topfkuchen bescheiden können, zeigte sich am Morgen nach der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Lutter. So „outete“ sich vor Sitzungsbeginn CDU- Ratsherrin Erika Marten als zweite Verursacherin eines Fehlalarms.Sie kam der Aufforderung am Portalknauf („Kräftig ziehen!“) ohne Probleme nach. Vom Topfkuchen, den die christdemokratische Kommunalpolitikerin am Mittwochabend als „Trostpflaster“ für das Ungemach kredenzte, bekam der Rat aber nichts ab, Grund: Gemeindedirektor Peter Kühlewindt konfisizierte das Backwerk und „versorgte“ damit am gestrigen Freitag die Belegschaft des Hauses ...
Übrigens: Es waren offensichtlich nicht nur Frauen, die mit den abgeforderten „rohen Kräften“ die Alarmanlage unfreiwillig in Gang setzten, das Malheur soll auch schon mal einem Mitarbeiter des Bauhofes passiert sein.
Wie auch immer: Nachdem der Aufkleber „Kräftig ziehen!“ von der Eingangstür entfernt wurde, werden die Rathausmitarbeiter künftig sowohl Frühstück als auch Kuchen aus eigener Tasche zahlen müssen...Gerd Jung