Über „Arschgeweihe” und Piercings

Manfred Gericke las im Heimatmuseum Lutter aus seinem Buch vor. (Foto: Süpke)

Der Seesener Manfred Gericke hält eine Lesung im Heimatmuseum Lutter / Seine Ideen bekommt er aus dem Alltag

Mit viel Humor las Manfred Gericke aus Seesen am Sonnabend mehr als 20 Besuchern im Heimatmuseum Lutter vor. Der Kulturausschuss des Museums- und Kulturvereins wollte den Seesener unbedingt für eine Lesung gewinnen und das war auch gelungen.

Seine Ideen holt sich der Realschullehrer aus dem wahren Leben. Besonders seine Schule und die Zeitungen liefern ihm regelmäßig Stoff für seine Geschichten. Der „Modewahn” ist zum Beispiel bei der Aufsicht während einer Klassenarbeit entstanden. Wenn Gericke einen Einfall hat, macht er sich sofort Stichpunkte und verwandelt diese dann zu Hause in ein Gedicht über die Jugendlichen von heute.
Und der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund. So schreibt er über Leggins, in die sich auch Mädchen mit unvorteilhaften Figuren zwängen, „Arschgeweihe”, die aus den Jeans herausragen oder Piercings. Doch auch die Jungs bekommen ihr Fett weg, wenn sie laut vor sich hin schnarchen.
Manfred Gericke wurde 1950 in Braunlage geboren und begann sein Hobby vor etwa 15 Jahren mit seinem Lieblingsgedicht. Schon bald hatten sich die vollgeschriebenen Heftchen zu einem Buch entwickelt. Seitdem sind fünf Bände aus der Feder des Seeseners entstanden und der nächste soll noch in diesem Jahr erscheinen.