Zwei Gesichter gezeigt

Nordharzligapokal: Nach schwacher erster Hälfte siegt die SG Neiletal 4:2

Die berühmten zwei Gesichter zeigte am vergangenen Dienstag abermals Fußball-Nordharzligist SG Neiletal. Im Pokalhalbfinale gegen die SG Mahner wurde sich im Vorfeld viel vorgenommen, doch in der ersten Halbzeit nichts umgesetzt. Doch letztlich reichte eine starke Hälfte zum 4:2-Sieg und Finaleinzug.

Die Gäste kamen sofort ins Spiel und nutzten durch ihre individuelle Klasse immer wieder die zahlreichen Stellungsfehler und Löcher der Heimabwehr. Die Neiletaler fanden überhaupt nicht in die Partie und hätten nach wenigen Minuten bereits 2:0 hinten liegen können, doch weder Roderburg noch sein Mitspieler konnten ihre Möglichkeiten unterbringen. In der 7. Minute sollte sich das allerdings ändern. Den etwas strittigen Elfmeter verwandelte Ghazi souverän und brachte seine Farben verdient in Führung.
Neiletal gelang hingegen weiter nicht wirklich viel und machte es Mahner leicht, die wenigen Angriffe zu unterbinden. Etwas überraschend fiel der Ausgleich, als Kapitän Rewitz im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Martin Kelpe ließ sich in der 21. Minute nicht zweimal bitten und verwandelte gewohnt sicher. Die Freude sollte allerdings nicht lange währen. Roderburg, dessen Aktionen allesamt Hand und Fuß hatten, stand in der 23. Minute zum wiederholten Mal im Sechzehner alleine und traf eiskalt per Rechtsschuss.
Danach hätte Mahner den Vorsprung durchaus noch ausbauen können, eine Tatsache, die sich in der zweiten Hälfte noch rächen sollte.
Die lautstarke Pausenansprache des scheidenden Trainers Dirk Gähle schien zu fruchten. Neiletal stand endlich gut, agierte über Außen und spielte die Bälle flach in die Füße der Mitspieler. In der Mitte sorgte Sören Gritzka für viel Wirbel, auf rechts entwischte Marcus Metze regelmäßig seinem immer mehr abbauenden Gegenspieler und Neiletal entwickelte zusehends Druck. Immer öfter kam es im Strafraum von Gästekeeper Grobe zu tumultartigen Szenen, von denen eine Sören Gritzka in der 55. Minute zum umjubelten Ausgleich nutzte.
Mahner konnte man ansehen, dass die vielen absolvierten Spiele der letzten Wochen, Kraft gekostet haben, denn die Kondition schien immer mehr zu schwinden. Bis auf wenige Szenen gelang Mahner offensiv nichts erwähnenswertes, während das Neiletaler Angriffsspiel durch die Einwechslung des lange verletzten Goalgetters Tim Kubitschke weiter an Schwung gewann. Der wuchtige Angreifer klemmte gewohnt die Bälle und ermöglichte seinen Mannen so mehr Optionen.
Die überfällige Führung erzielte der nimmermüde Sascha Richmann in der 70. Minute, als er im Strafraum den Ball reaktionsschnell im Gehäuse unterbringen konnte. Mahner steckte zwar nie auf, hatte aber, sicher auch aufgrund der schweren Beine, nichts mehr entgegenzusetzen und so machte Alexander Klay zehn Minuten vor dem Ende den Sack zu. Der junge Klay knüpfte an seine starke Clausthaler Vorstellung an, als er nach einer Hereingabe am langen Pfosten blank stand, den Ball annahm und zum 4:2-Endstand abschloss. So zog die SG Neiletal aufgrund der deutlichen Leistungssteigerung verdient ins Finale ein, wo die Reserve des Germania Wolfenbüttel wartet.

SG Neiletal: Tobias Gaschler, Norman Mischke, Alexander Klay, Sascha Lachnit, Timo Rewitz, Sören Gritzka, Robin Klapproth, Martin Kelpe (58./Tim Kubitschke), Andreas Heindorf, Marcus Metze und Sascha Richmann.