Zweigverein Lutter feiert seine Wiedergeburt

Der Vorstand des Harzklub-Zweigvereins Lutter am Barenberge, um den 1. Vorsitzenden, Gerhard Brunke, ist ein Garant für die Leistungsfähigkeit des Vereins. Am 8. und 9. September wollen sie mit vielen Mitgliedern und Gästen das 50. Jubiläum feiern.

50-jähriges Jubiläum wird mit Wanderungen, Museumsbesuch, Chormusik und Grillabend gewürdigt

Am kommenden Wochenende feiert der Harzklub-Zweigverein Lutter am Barenberge sein 50-jähriges Jubiläum. Dabei gibt es den rührigen Verein eigentlich schon sehr viel länger. Denn die Gründung des Zweigvereins geht schon auf das Jahr 1896 zurück.
Demnach müsste der Verein in diesem Jahr sein 116-jähriges anstelle seines 50-jährigen Bestehens feiern. Warum dies nicht der Fall ist, ist den Wirren der beiden Weltkriege geschuldet, die im vergangenen Jahrhundert in Europa tobten und vielen Menschen erhebliches Leid zufügten. Die Zahl der Mitglieder, die 1897 immerhin schon 44 betrug, verminderte sich aufgrund der kriegerischen Zustände derartig, dass ein regelmäßiges Vereinsleben nicht mehr stattfinden konnte.
Deshalb entschloss man sich am 10. Oktober 1962 dazu, den im Jahre 1896 gegründeten Harzklub-Zweigverein Lutter am Barenberge wieder ins Leben zu rufen. Sieben Herren erklärten seinerzeit ihre Mitgliedschaft und die Bereitschaft sich aktiv in das Vereinsleben einzubringen. Bei der Wiederauflebung des Lutteraner Zweigvereins konnten die Neugründer auch auf Hilfe des damaligen 1. Vorsitzenden des Zweigvereins Seesen zurückgreifen. Vereinbart wurde zu diesem Zeitpunkt auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Seesener Zweigverein, um den Zielen des Harzklubs zu dienen.
In den folgenden Jahren wuchs der Lutteraner Zweigverein stetig und brachte sich aktiv in das gesellschaftliche Leben ein.
Zu den Höhepunkten des Vereinslebens in den ersten Jahren gehörten neben der Anlegung eines Waldlehrpfades unweit der Gemeinde Nauen im Jahr 1965 mit Sicherheit auch der Besuch des ehemaligen Bundespräsidenten Karl Carstens, der gemeinsam mit seiner Ehefrau am 20. April 1981 das Gebiet des Zweigvereins Lutter durchwanderte und sich in das Buch der Ohe-Hütte eintrug.
Am 1. Juni 1996 wurde dem Zweigverein eine besondere Ehre zu teil. Der Verein erhielt im Rahmen der Feierlichkeiten zum Gedenken an die ursprüngliche Gründung im Jahr 1896 die „von-Eichendorff-Plakette“ verliehen. Diese Auszeichnung wurde vor Jahren von Alt-Bundespräsident Professor Karl Carstens gestiftet und wird an Wandervereine gestiftet, die sich um die Heimat- und Umweltpflege verdient gemacht haben.
Zu den weiteren Höhepunkten des Vereinslebens zählen neben vielen regelmäßigen Wanderungen durch die schöne Natur des Harzes und Gemeinschaftsveranstaltungen mit Sicherheit auch die Teilnahme an der Veranstaltung „Europa wandert“ von der Europäischen Wandervereinigung, und die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Kinder- und Jugendtanzgruppe des Zweigvereins am 8. Juni 2003.
Ein besonderes Ereignis in der jüngeren Vergangenheit stellt die Umgestaltung des Waldlehrpfades zu einem Walderlebnispfad im Jahr 2010 dar. Vor dem Umbaubeginn mussten die Verantwortlichen viele Gespräche führen, Briefe schreiben, um Spendengelder werben und einen soliden Haushalt aufstellen, um die Umgestaltung auf ein sicheres finanzielles Fundament zu stellen. Ein Kraftakt, der bekanntlich glückte, und somit ein klarer Beweis für die Leistungsfähigkeit des Harzklub-Zweigvereins Lutter am Barenberge ist. Das muss und soll von den weit über 200 Mitgliedern und Gästen am 8. und 9. September gebührend gefeiert werden.