Keine Punkte in Westerode

2. Kreisklasse Goslar: TSV Lutter verliert Auftaktpartie

Lutter (SF). Der TSV Lutter hat sein erstes Punktspiel der neuen Saison in Westerode mit 3:4 verloren. Die Niederlage war völlig unnötig, aber es war wie in so vielen Spielen zuvor: Chancen gab es en masse, doch ein Tor wollte lange Zeit nicht fallen. Allerdings macht die Art und Weise, wie die zum Teil hochkarätigen Möglichkeiten vergeben wurden, nachdenklich. Und es zeigt eins ganz deutlich: Es fehlt dem TSV ein richtiger Knipser.
In den ersten zehn Minuten hatten die Westeröder schon mehr vom Spiel, auch weil der TSV Lutter etwas abwartend spielte. Aber danach war es ein absolut offenes Spiel, beide Mannschaften vergaben reihenweise beste Gelegenheiten zum Führungstreffer. Wes­terode setzte dann den ersten Nadelstich. Ein Angriff der Lutteraner wurde am 16er gestoppt; dann konnte man sich im Mittelfeld den Ball dreimal zuspielen und mit einem langen Pass den eigenen Stürmer in Szene setzen, 0:1 aus Lutteraner Sicht. Gespielt waren hier 23 Minuten. Und wie so oft, ließen sich die Gäste nicht hängen und kamen selbst wieder zu klaren Einschussmöglichkeiten. Zur Halbzeit aber blieb es beim 0:1.
Die Halbzeitansprache in der Gästekabine zeigte sofort nach Wiederbeginn Wirkung. Nun war der TSV selbst überlegen und konnte dies auch in Zählbares umsetzen. Das 1:1 fiel durch Kevin Kuss in der 49. Minute, und die nun herrschende Unruhe in den Reihen der Hausherren nutze wiederum Kevin Kuss in der 54. Minute zum 2:1. Hätte Norman Mischke nur zwei Minuten später seine glasklare Chance genutzt… Doch es kam anders.
Und so gab man nach einer Stunde die Partie wieder aus der Hand, bettelte wieder förmlich um den Ausgleich. Der fiel nach 70 Minuten, und als es nur acht Minuten später einen Foulelfmeter für Wes­terode gab, schien die Partie wieder gedreht, 3:2 aus Sicht der Hausherren. Erstaunlich war, dass nun der TSV Lutter wieder aufs Tempo drücken konnte. In der 88. Minute wurde sie dann mit dem 3:3 belohnt, Torschütze Robin Klapproth. Es wäre eine gerechte Punkteteilung gewesen, doch dann kam die vierte Minute der Nachspielzeit. Anstatt den Ball einfach ins Aus zu spielen, wurde ein sträflicher Querpass ins Abwehrzentrum gespielt …
„Man kann sich dann auch für das Lob des Gegners nichts kaufen, Fakt sind nun mal null Punkte. Ob wir da oder da besser waren oder nicht, interessiert mich nicht. Wir haben uns wieder einmal in letzter Sekunde um den Lohn unserer Arbeit gebracht. Das wird eine ganz schwere Saison für uns, denn die Gegner werden nicht einfacher“, so Trainer Steffen Fuchs.