Traumtore beim Auswärtssieg: TSV Lutter gewinnt in Bredelem mit 3:2

2.Kreisklasse Goslar: Team von Trainer Steffen Fuchs setzt sich im „kleinenDerby“ verdient durch / Schiedsrichter schickt drei Spieler vom Feld

Lutter (SF). Das kleine Derby in Bredelem zwischen dem TSV Bredelem und dem TSV Lutter hielt was es versprach. Rassige Zweikämpfe, schöne Spielzüge, eine Kartenflut und natürlich Tore. Von den fünf erzielten Toren waren gleich drei dabei, die die Marke Traumtor verdienten.
Die ersten 15 Minuten waren von sehr viel Emotionen geprägt, das lag auch daran, dass mit Fuchs und Pflugmacher zwei Spieler auf Lutteraner Seite standen, die selbst jahrelang die Stiefel für Bredelem schnürten.
In der vierten Spielminute gingen die Gäste in Führung, ein Schuss aus gut 25 Metern senkte sich über den Schluss­mann der Hausherren zur Führung ins Tor. Auch die Entstehung war sehenswert. Blitzschnell wurde auf Offensive umgeschaltet, den entscheidenden Pass spielte Alexander Klay auf Sören Gritzka und der hielt einfach mal drauf, 0:1. Das erste Tor der Marke Traumtor.
Schon in der zehnten Minute gab es einen Handstrafstoß, den wohl die wenigsten gepfiffen hätten. Aus extremer Nahdis­tanz wurde Steffen Fuchs getroffen und der Unparteiische entschied auf Strafstoß.
Wer jetzt glaubte, dass sich die Gäste zurückhaltender präsentieren würden, sah sich getäuscht. Plötzlich übernahmen sie das Kommando auf dem Platz, und man sollte glauben der Trainer wollte die Aktion in der zehnten Minute wiedergutmachen wollen. Immer wieder schaltete er sich gekonnt in die Vorwärtsbewegung ein. Lutter erspielte sich ausreichend Chancen, aber wie immer war es das selbe Lied. Nacheinander scheiterten Norman Mischke und Steffen Fuchs an der Latte des Bredelemer Tores, und als der Trainer der Lutteraner zu einem Solo von der Mittellinie ansetzte, hatten die Gästezuschauer schon den Torschrei auf den Lippen. Allerdings fehlte ihm dann allein vor dem Torwart die nötige Kraft, um die Kugel im Netz unterzubringen. Zwei Minuten vor der Halbzeit wurde dann ein Tor der Hausherren wegen Abseits nicht anerkannt. Warum weiß wohl nur der Schiedsrichter. Wütende Proteste der Hausherren hatten zur Folge, dass es weitere Karten gab, die sich noch als Ballast im weiteren Verlauf herausstellen sollten.
Nach der Pause dann zunächst ein etwas anderes Bild. Die Hausherren drängten die Gäste in deren eigene Hälfte, allerdings stemmten sich die Mannen um Steffen Fuchs gegen die Angriffe, die dann auch meist im Nirvana landeten. Nach einer guten Viertelstunde befreiten sich die Gäste zusehends, und mit einem schönen Angriff, wieder über rechts, erzielten sie die neuerliche Führung. Robin Klapproth war nach Flanke von Alexander Klay mit dem Kopf zur Stelle, 2:1 in der 64. Minute. Nun nahm die Partie so richtig Fahrt auf, die etlichen Gelben Karten bis dato zeigten dann Wirkung. Erst gab es glatt Rot für einen Bredelemer in der 75. Minute wegen einer Tätlichkeit beim Einwurf. Nur drei Minuten später folgte die Gelb-Rote Karte, wiederum für einen Bredelemer.
Der heimische TSV stellte um, sehr geschickt und zum Leidwesen der Gäste. Denn sie kamen tatsächlich zum Ausgleich. Gespielt waren hier 81 Minuten. Wer dachte, dass es der letzte Platzverweis war, musste sich eines Besseren belehren lassen. Denn in der 88. Minute erwischte es wieder einen Bredelemer, der mit Gelb-Rot zum Duschen geschickt wurde. Das sollte nun genügend Platz für den TSV Lutter geben. Den nutzte dann nur eine Minute später Robin Klapproth und erzielte mit dem dritten Traumtor der Partie den 3:2-Siegtreffer zugunsten der Gäste.

TSV Lutter: Torben Gritzka, Steffen Fuchs , Michell Fochler , Kevin Kuss , Moritz Hopp , Steve Pflugmacher , Alexander Klay , Sören Gritzka , Robin Klapproth, Sven Wettig (ab 85. Stephan Bollmann) und Norman Mischke.