TSV Lutter zeigt Moral und gleicht noch zum 3:3-Remis aus

BeimUnentschieden gegen denSVRammelsberg III muss der TSVohne seinen erkrankten Trainer auskommen

Lutter (bo). „Das nenne ich doch mal einen gut funktionierenden Verein“, befand der Trainer des TSV Lutter seinen Bericht über das Auswärtsspiel beim SV Rammelsberg III. „Ich bin den Trainern der A-Junioren und unserem Betreuer der Mannschaft des Vereins sehr dankbar, dass sie mich in Goslar beim SVR III vertreten haben und zugleich stolz auf die Leistung meiner Jungs“, bilanzierte Steffen Fuchs weiter. Selbst hatte ihn eine schwere Erkältung unter der Woche zugesetzt, ihm blieb am Sonntag nur das Bett zum auskurieren. „In solchen Situationen merkt man erst wie sehr einem die Jungs ans Herz gewachsen sind und wie man in der angesetzten Spielzeit mitfiebert und hofft, dass alles gut geht“, so der Trainer weiter. Das Spiel begann für beide Seiten recht gut und es entwickelte sich doch ein ansehnliches, flottes Spiel mit etlichen guten Chancen auf beiden Seiten. Beide Torhüter hatten einen guten Tag erwischt und verhinderten mehrfach weitere Treffer, als die zwei, die es in der 1. Halbzeit zu sehen gab. Die Kunde vom Rückstand seiner Mannschaft gefiel dem Lutteraner Trainer gar nicht. „Man ist so hilflos und man kann nichts tun“, schilderte Fuchs seinen Gemütszustand. Dass es 2:0 für den Gastgeber stand, war allerdings auch das nötige Quäntchen Glück, was man im Fußball benötigt, wenn sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüberstehen. Durch taktische Umstellungen gelang es den Gästen in der 2. Halbzeit, noch mehr nach vorne zu tun. Auf der Hut musste man bei den schnellen Kontern der Gastgeber aber immer sein. Belohnt wurden die Gäste für ihr unermüdliches Bemühen in der 72. Minute. Rüdiger Peinemann erzielte den verdienten Anschlusstreffer. Als nur drei Minuten später der 2-Tore Abstand durch Rammelsberg wieder hergestellt war, glaubte wohl keiner mehr der Gästezuschauer an ein versöhnliches Ende in Goslar. Doch die Lutteraner Mannschaft hatte etwas gegen die drohende Niederlage und mobilisierte noch einmal alle Kräfte. Mit einer enormen Energieleistung erzielte man in der 80. und 88. Minute noch zwei Treffer zum 3:3. Torschützen für den TSV Lutter waren Sören Gritzka und Sven Baumgärtner. In den verbleibenden Minuten gab es für beide Mannschaften noch weitere Großchancen zum Sieg, doch wie schon erwähnt, beide Torleute hatten einen guten Tag erwischt und ließen nichts mehr zu. „Wir können nach dem klaren Rückstand mit dem Remis sehr gut leben“, war die Aussage des Trainers der Gäste, zumal der ungewohnte Kunstrasen einigen Lutteranern Spielern mehr Probleme bereitete als ihnen lieb war. „Ein großes Kompliment an die Mannschaft, die sich wohl nie hängen ließ und mir, speziell nach dem Halbzeitstand, mit dem Endresultat eine große Freude bereitete“, schwärmte Fuchs weiter.