Von Waldspielen, Sockenmonstern und Piñata-Schlagen

Sie waren bei der Abschlussfahrt auf den Wohldenberg mit dabei.

Drei tolle Tage für die Vorschulkinder des Kindergartens Mahlum im Haus Wohldenberg

Mahlum / Wohldenberg (kno). Drei aufregende Tage liegen hinter den Vorschulkindern des Evangelischen Kindergartens Mahlum. Für die zwölf Jungen und Mädchen im Alter von fünf bis sechs Jahren, die nach den Sommerferien in Bockenem, Bornum oder Salzgitter eingeschult werden, stand die schon traditionelle Abschlussfahrt auf dem Programm. Und die führte in diesem Jahr zum wiederholten Male zum nicht weit entfernten Haus Wohldenberg oberhalb von Sillium.
Nachdem man es sich am ersten Tag zunächst in den großzügig bemessenen Quartieren gemütlich gemacht und gemeinsam ein stärkendes Mittagsmahl eingenommen hatte, ging’s für mehrere Stunden auf Streifzug durch den Wald – frei nach dem Motto der Veranstaltung: „Wo die wilden Kerle wohnen“. Schnitzen, Baumrindenbilder abpausen, sich im Laub wälzen oder ein Tipi bauen – alles das, und sogar ein Picknick im Grünen, waren angesagt.
Überhaupt war Bewegung während des gesamten Aufenthalts Trumpf. Auf dem Freiareal der Jugendbildungsstätte wurden Fußball und Tischtennis gespielt, und beim Essen ohne Hände hatten es die Kinder sogar mit Mundakrobatik zu tun. „Schließlich wollen wir ja auf spielerische Weise die Koordination und Motorik fördern“, sagt Kindergarten-Leiterin Renate Drese-Kolk. Zusammen mit Angelika Trarbach und Tanja Sommer kümmerte sie sich um die quirlige Truppe. „Für einige Kinder ist es das erste Mal, dass sie ohne Eltern übernachten. Aber auch das dient der Selbststärkung“, so die Kindergartenleiterin. Jedes Mal aufs Neue sind die Erzieherinnen überrascht, welches Potential zur Teamfähigkeit so mancher ihrer Schützlinge besitzt.
Nach einer relativ kurzen Nacht wurden erst einmal Briefe aus dem Kurzurlaub an die Lieben daheim geschrieben und anschließend zur Post gebracht. Sodann stand künstlerisch-kreative Beschäftigung auf dem Plan. Aus zuvor gesammelten Naturmaterialien wie Blättern, Gräsern oder Tannenzapfen entstanden kleine Kunstwerke. Miteinander verknotete kleine Holzstückchen bildeten dabei den Rahmen. Weiter ging es mit einer Turmbesteigung, einem Besuch im Kräutergarten und dem Herstellen von gruseligen Sockenmonstern. Der Abend war dann reserviert für eine Schatzsuche. Außerdem wurde den Kindern mit dem Piñata-Schlagen ein großer Wunsch erfüllt. Am Ende regnete es Süßigkeiten.
Dies war nicht der erste und wohl auch nicht der letzte Besuch des Kindergartens Mahlum im Haus Wohldenberg. „Wir fühlen uns hier jedesmal pudelwohl“, betont Renate Drese-Kolk. Ausstattung und Einrichtung ließen keine Wünsche offen, aus diesem oder jenem Fenster könne man schöner Musik lauschen, und rundherum lade die idyllische Natur zum Spielen und Toben ein. Und dass die Besucher aus Mahlum auch zweimal für den Frühstücks-Tischdienst eingeteilt waren, wurde weniger als unangenehme Pflicht, sondern eher als logistische Herausforderung gesehen.
Als die Eltern dann anreisten, um ihre Kinder wohlbehalten in Empfang zu nehmen, hatten die „großen Kleinen“ eine ganze Menge zu erzählen...