30.000 Mark für Schwester Fanny

Abschrift der Original-Testamentsakte von Wihelm Busch übergeben (von links): Horst Schummel, Hildegard Reinecke, Christine Teichert, Wilfried Bensch.

Förderkreis Wilhelm-Busch-Haus erhält Abschrift von Original-Testamentsakte des Dichters

Ob er sich das wohl selbst in seinen kühnsten Träumen mal so gedacht hätte? Wilhelm Busch ist heute immer noch in aller Munde.

Vor allem seine Geschichte um die beiden Lausbuben Max & Moritz ist eines der meistverkauften Kinderbücher und hat einen wahren Siegeszug rund um den Erdball angetreten. Übertragen wurde es in 300 Sprachen und Dialekte.
Und wie schon zu Lebzeiten ist der große Humorist, Dichter und Zeichner auch gut 108 Jahre nach seinem Tod am 9. Januar 1908 in Mechtshausen immer noch für die eine oder andere Überraschung gut. Erst vor einem Monat berichtete der „Beobachter“ über eine Abschrift der Geburtsurkunde Buschs, die der pensionierte Hildesheimer Polizeibeamte Wilfried Bensch im Wilhelm-Busch-Museum überreichte. Bensch, in Mechtshausen als Sohn des dortigen Lehrers vis à vis des Pfarrhauses aufgewachsen, hatte sie im väterlichen Nachlass gefunden. Das dort eingetragene Geburtsdatum „14. April 1832“ – anstelle des 15. April – hatte für einige Verwirrung gesorgt, sich dann aber wohl als Versehen herausgestellt.
Nun war Wilfried Bensch abermals im Wilhelm-Busch-Haus zu Gast. Aber er war nicht allein gekommen, sondern hatte den mittlerweile ebenfalls pensionierten Rechtspfleger Horst Schummel mit an seiner Seite. Schummel war es im Jahr 1999 gelungen, nach intensiver akribischer Recherche- und Sucharbeit die bis dahin unauffindbare Original-Testamentsakte von Wilhelm Busch in Hildesheim wieder ans Tageslicht zu holen.

Mehr dazu kann man in der gedruckten Ausgabe vom 15. Juli lesen.