Auf Spurensuche nach der Verwandtschaft

Daniela Töpperwien (links) und Hildegard Reinecke blättern im Poesiealbum.

Ausstellungseröffnung gestern im Dachgeschoss des Wilhelm-Buschhauses / Viele Erinnerungen werden wach

Am Sonntag feierten die Museen in Deutschland den 40. Internationalen Museumstag. Natürlich darf da auch das Wilhelm-Busch-Haus in Mechtshausen nicht fehlen. 

Bei herrlichem Sonnenschein lockte das Team um Fördervereinschefin Hildegard Reinecke sowohl in den Garten als auch ins Museum. Der Tag stand unter dem Motto „Spurensuche. Mut zur Verantwortung!” Und hierfür hatten sich die Mechtshäuser etwas besonderes einfallen lassen.
Angelehnt an die Fotoausstellung „Mechtshausen zur Zeit Wilhelm Buschs”, die der Förderkreis vor 17 Jahren im Pfarrhaus präsentierte, sollen Zeitzeugnisse des Ortes gezeigt werden, es geht vorrangig um alte Fotos und Filmaufnahmen, hieß es in der Ankündigung. Die Umsetzung kam bei den Besuchern sehr gut an. Daniela Töpperwien ist begeistert. Auf zahlreichen Schwarz-Weiß-Aufnahme hat sie ihre Großmutter Ilse Schlütner bereits entdeckt. „Hier müsste sie zehn Jahre alt sein, als sie den Eintrag gemacht hat”, sagt sie und spricht auf das Poesiealbum an. Für Hildegard Reinecke ein wahres Schätzchen. Familie Niemke hat es zur Verfügung gestellt. Es stammt aus dem Jahr 1930. „Viele Vorfahren der heutigen Mechtshäuser haben sich darin verewigt”, sagt sie. Auch die Großmutter von Daniela Töpperwien hat einen Spruch hinein geschrieben. Gemeinsam mit Hildegard Reinecke sucht sie diesen Eintrag. Gefunden. „Eine wunderbare Ausstellung habt ihr da zusammengestellt”, sagt Daniela Töpperwien.
Wie sie, schauten sich noch viele im Dachgeschoss um. Darunter zwei ältere Damen. Viele Erinnerungen verbinden sie mit dem Pfarrhaus. Gemeinsam begeben sie sich auf Spurensuche, schwelgen in Erinnerungen. Bis Pfingsten ist die Ausstellung im Dachgeschoss im Wilhelm-Busch-Haus noch zu sehen.