Ein Tusch auf Busch

Die beiden Schweizerinnen Desiree Senn und Ingrid Wettstein gastierten am Sonntagvormittag im Wilhelm-Busch-Haus.

Desiree Senn und Ingrid Wettstein begeistern beim Wilhelm-Busch-Brunch / Ausstellung wird am 17. Mai eröffnet

Wenn das Wilhelm-Busch-Haus mehr Plätze bieten würde, dann wären sicherlich auch diese in Windeseile ausverkauft gewesen. Am vergangenen Sonntag war die gute Stube Mechtshausen einmal mehr komplett ausgebucht.

Zum 183. Geburtstag von Wilhelm Busch gab es wieder einige kulturelle und kulinarische Leckerbissen an historischer Stätte. Der Förderkreis hatte am Sonntag einmal mehr zum traditionellen Geburtstagsbrunch eingeladen. Und die Nachfrage nach Karten bestätigte, dass das Interesse an Wilhelm-Busch-Veranstaltungen nach wie vor ungebrochen groß ist.
In diesem Jahr konnten die beiden Schweizerinnen Desiree Senn und Ingrid Wettstein nach Mechtshausen gelockt werden. Schräg und schrill konnte man ihren Auftritt bezeichnen. Skurril und überquer, mit umwerfenden Outfit standen die beiden Schweizerinnen vor dem Publikum. Mit schepperndem Akkordeon, Klavier und der über 100-jährigen Zither begleiteten sie sich zu selbstkomponierten Busch-Vertonungen. Das Publikum war durchaus begeistert. Mit Vertrautem aber auch selten Gehörtem ließen sie den Poeten in seiner dichten, pointierten Sprache zu Wort kommen. Passend zum Jubiläum der beiden Lausbuben gab es eine schwiietzerdütsche Kostprobe.
In den Pausen gab es ein leckeres Buffet, für das die zahlreichen fleißigen Damen des Förderkreises gesorgt hatten. Der Vorstand zeigte sich mit dem Verlauf der Veranstaltung einmal mehr sehr zufrieden.

Dachbodenmarkt und
Max und Moritz-Ausstellung im Wilhelm-Busch-Haus

Nach der Kultur ist vor der Kultur: Anlässlich des 150. Jubiläums von Max und Moritz wird am Sonntag, 17. Mai, um 12 Uhr im Wilhelm-Busch-Haus in Mechtshausen eine Ausstellung eröffnet, die den beiden „bösen“ Buben gewidmet ist: „Max und Moritz-vom Bild zum Original”.
Die beiden Künstler Mechthild und Michael Staemmler (Gingganz-Theater) haben Exponate geschaffen, die die Bildergeschichte in die Wirklichkeit transponieren: Da kann man beispielsweise die Brille des Lehrer Lämpels und ein „Letztes Ei“ eines Huhns bestaunen, das sein Ende dem bösen Streich der beiden Übeltäter verdankt.
Im Garten findet am gleichen Tag ein Dachbodenmarkt statt. Altes Porzellan, Glas, Silber, Leinen Tontöpfe, Körbe, Wäsche aus Omas und Opas Zeiten, Haushalts- und Handwerksgegenstände von Witwe Bolte und Maler Klecksel sind im Angebot – allerdings sollte alles mindestens 60 Jahre alt sein.
Interessierte Verkäufer ( keine Standgebühren, keine professionellen Händler) melden sich bitte bis zum 10. Mai unter den beiden Telefonnummer (05384) 8279 oder (05384) 612.
Natürlich gibt es auch Kaffee und frisch gebackenen Kuchen. Das Museum kann an diesem Tag, dem Internationalen Museumstag, kostenlos besucht werden. Die Aktionen werden vom Landschaftsverband Südniedersachsen gefördert.