Gäste können mit allen Sinnen genießen

Die Künstlerin Jeanette Giese präsentierte sich am Samstagabend in Bestform.

Genussabend im Wilhelm-Busch-Haus übertrifft Erwartungen / Jeanette Giese in Bestform

Gleich in vielerlei Hinsicht war der Samstagabend im Wilhelm-Busch-Haus Mechtshausen ein Genuss. Knapp 50 Gäste waren in das ehemalige Wohnhaus des bekannten Dichters gekommen um sich kulinarisch und musikalisch verwöhnen zu lassen.
Die Menükarte ließ einem schon bei der bloßen Lektüre das Wasser im Mund zusammenlaufen, und der Auftritt der Sängerin Jeanette Giese zusammen mit ihrem Pianisten Michael Reuter sorgte für beste Stimmung und Unterhaltung in den ausverkauften Räumlichkeiten.
Es sind wohl Abende dieser Art, die zeigen, dass das kulturelle Angebot in Seesen durchaus vielfältig und abwechslungsreich ist und sogar große Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus entfaltet. So war unter anderem ein Ehepaar aus Alfeld zu Gast, das die Aktivitäten im Wilhelm-Busch schon lange verfolgt und dem Genuss-Abend seit Tagen sehnlichst entgegenfieberte.
Enttäuscht werden sie am Ende mit Sicherheit nicht nach Hause gefahren sein, denn die Currycremesuppe, die Entenkeule mit Maronen, und der Bratapfel mit Vanillesauce garniert mit einem Unterhaltungsprogramm der Spitzenklasse dürften bei keinem der Gäste einen Wunsch offen gelassen haben.
Jeanette Giese, in Mechtshausen keine Unbekannte, präsentierte ihr neues Programm „Vergessen Sie Blocksberg“, das neben schönen Chansons mit zahlreichen kabarettistischen Einlagen überzeugte. Dabei ist es nicht allein ihre Stimmgewalt, die den Zuhörer in ihren Bann zieht, sondern vor allem auch die Interaktion mit ihrem hervorragenden Pianisten. Die Gags und Pointen sind sensationell getimed, und die Bühnenpräsenz lässt dem Zuschauer eigentlich auch gar keine Wahl der Künstlerin die volle Aufmerksamkeit zu schenken.
Mit diesem Abend hat der Förderkreis Wilhem-Busch-Haus Mechtshausen voll ins Schwarze getroffen und bewiesen, dass eine hochkarätige Veranstaltung in gemütlichen Ambiente nicht den Großstädten der Republik vorbehalten sind.