Gartenfest bei Busch mit Vernissage und Jazz

Reinhard Skott führte in die Ausstellung „Heimat & Wald“ mit Bildern des Seesener Künstlers Hans-Georg Wöhle (rechts) ein.
 
Die Akteure der Maskengruppe mischten sich unter die Besucher und sorgten für Erheiterung.

Hervorragend besuchte Traditionsveranstaltung des Förderkreises Wilhelm-Busch-Haus Mechtshausen

Von Karsten Knoblich
Mechtshausen

Wenn alljährlich nach Mechtshausen zum Gartenfest bei Wilhelm Busch eingeladen wird, dann ist der Kunst stets Tür und Tor geöffnet. Ganz zu Recht, schließlich war der Meister selbst nicht nur ein begnadeter Dichter, sondern daneben ein hervorragender Zeichner und Maler.
Nun, dieser Tradition blieb man treu: Nach einem mit Pfarrer Thorsten Wünsche unter freiem Himmel gefeierten Gottesdienst wurde die Veranstaltung mit einer Ausstellungseröffnung im Wilhelm-Busch-Haus eingeläutet. Ab sofort und noch bis zum 31. Juli werden hier unter dem Titel „Heimat & Wald“ Werke des bekannten Seesener Künstlers Hans-Georg Wöhle zu sehen sein.
In die Ausstellung führte Reinhard Skott seitens des veranstaltenden Förderkreises Wilhelm-Busch-Haus ein. Er ging auf die ganz individuelle Technik ein, derer sich Wöhle bediene. Die bei unzähligen Reisen und Streifzügen gesammelten Ideen und Impressionen verinnerliche er mit seinem fotografischen Gedächtnis, um sie anschließend aufs Papier zu bringen – „aus der Emotion in die Hand, leicht-locker mit gezielten Strichen“, betonte Skott, der passenderweise auch aus „Maler Klecksel“ von Wilhelm Busch zitierte. Blumen als Dankeschön gingen zum Abschluss an Heike Sperling, die die Vernissage mit Flötenmusik bereicherte, sowie an Michaela Rabe, die die Ausstellung hängte.
Mehrere Dutzend Bilder Hans-Georg Wöhles – vom Birkenweg am Schildberg über Baumgruppen und eine winterliche Dorfstraße bis hin zur Herrhäuser Wiese – sind derzeit im Busch-Haus ausgestellt und können, ebenso wie das Buch „Reisebilder“ des Künstlers, käuflich erworben werden.
Im Anschluss ließen es sich die Gartenfest-Besucher nicht nehmen, sich neben Gegrilltem eine deftige Kartoffelsuppe schmecken zu lassen, die wie gewohnt über dem offenen Feuer köchelte. Nebenbei unterhielt der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Mechtshausen mit schmissiger Blasmusik.
Im Verlauf des Nachmittags füllte sich der Pfarrgarten zusehends. Kein Wunder. Während es im vergangenen Jahr zeitweise Bindfäden regnete, blieb es diesmal nicht nur trocken, sondern es zeigte sich über weite Strecken sogar die Sonne. So waren die Sitzgarnituren unter den aufgestellten Pavillons stets ausgebucht.
Ein Weiteres tat natürlich das Programm. Wieder waren einige Stände aufgebaut. Hier reichte das Angebot von bestickten Kissen, Decken, Windeltaschen und Schnullerketten über handgefertigten Echtschmuck aus Süßwasserperlen und Lavasteinen bis hin zu Gemüse-Kräuter-Salz, Insektenhotels und bunten Vogel-Villen. Originelle Deko für Haus und Garten gab’s außerdem in der „urigen Schatztruhe“.
Schon zur „Hausband“ des Förderkreises geworden ist die Gruppe „Steward Five“ aus Hannover. Sie unterhielt wieder einmal in bester Manier mit jazziger Live-Musik und war das Sahnehäubchen der reichhaltigen Kuchentafel. Unter die Besucher hatten sich währenddessen die Akteure der neuen Maskengruppe gemischt, die nicht nur einen besonderen Blickfang darstellten, sondern als Verkörperung von Lehrer Lämpel, frommer Helene oder einfältigem Landburschen für große Erheiterung sorgten. „Die Besucherzahlen haben unsere Erwartungen deutlich übertroffen“, sagte Förderkreis-Vorsitzende Hildegard Reinecke – und zeigte sich mit dem Verlauf rundum zufrieden.