Mechtshausen wuchert mit seinen Kulturpfunden

Julia Westlake und Hildegard Reinecke mit Kamera-Team im Busch-Haus unterwegs.
 
Extra fürs NDR-Fernsehen: die Masken-Parade.

NDR-Fernsehen schaut Akteuren im Wilhelm-Busch-Haus und in der Pfarrscheune über die Schultern / Beitrag wird Montag gesendet

Von Gerd Jung und Julia Westlake, Mechtshausen

Die NDR-Moderatorin Julia Westlake gab im März – wie berichtet – im Wihelm-Busch-Dorf Mechtshausen in Sachen „Kultur auf dem Land“ ihre Visitenkarte ab; mit Kamera-Team im Schlepptau. Der Besuch im kleinsten Seesener Stadtteil begann mit einem Rundgang durch das Busch-Haus und fand in der Pfarrscheune – hier probt das „Bilderhäuser Dorftheater“ für die Jubiläumsaufführung – seinen Abschluss. Der Beitrag wird nun am kommenden Montag, 23. April, im „Kulturjournal“ (22.45 Uhr) im NDR-Fernsehen ausgestrahlt. Weitere Themen der Sendung: Viel mehr als Winnetou (Neue Dokumentation über Pierre Brice), Sensationeller Goldfund (Archäologen über den Schatz von Gessel), der größte James-Bond-Fan Norddeutschlands (die erstaunliche 007-Sammlung eines Gerichtsvollziehers) und „Das Ende unserer Tage“ (Ein Endzeit-Roman aus Hamburg).
Ihren Aufenthalt im Wilhelm-Busch-Haus in Mechtshausen hat Julia Westlake so zusammengefasst: „Eine lange Landstraße, links und rechts Felder, vereinzelt Bäume und in der Ferne ein Höhenzug, typisch Vorharz. Plötzlich taucht vor uns ein Dörfchen auf, mittendrin der Kirchturm, Fachwerkhäuser, Bauernhöfe. Klein und kompakt liegt es da, wie gemalt: das ist also Mechtshausen! Hier hat Wilhelm Busch seine letzten Jahre verbracht, im alten Pfarrhaus bei seinem Neffen. Die Tür, durch die er sicher hunderte Male gegangen ist, wird uns geöffnet von der sehr fröhlichen, kraftvollen Frau Reinecke , eine wirklich beeindruckende Persönlichkeit, die hier in diesem kleinen 400- Seelen-Dorf einiges auf die Beine stellt. Zusammen mit ihrem Mann zeigt sie uns das unter ihrer Initiative gestaltete Museum, die Wohnräume mit den originalen Möbeln und den wunderschönen Garten. Ihre Augen blitzen und ich kann mir gut vorstellen, wie schön es hier im Sommer ist, wenn im Garten auch große Feste veranstaltet werden.
Und das alles nur, weil Frau Reinecke und andere sehr aktive Bürger aus der Region hier selbst anpacken! Plötzlich geht die Tür auf und eine muntere Gruppe mit großen Masken unterm Arm kommt ins Museum, spontan werden Stühle gerückt, und wir kriegen eine kleine Aufführung geboten! Die fromme Helene und ihre Männer – damit sollen zum 180. Geburtstag von Wilhelm Busch die Gäste unterhalten werden. Ich wusste gar nicht, dass man solche prächtigen Masken selber machen kann, und wieder bin ich ganz baff, was die Menschen in der Region bewerkstelligen, um den Ort Mechtshausen attraktiver zu machen, aber auch, um einfach gemeinsam Spaß zu haben und kreativ zu sein. Und das mit ordentlich Humor, ich habe wirklich viel gelacht an diesem Tag! Besonders, als zum Abschluss die Theatertruppe erscheint. Die absoluten Abräumer, seit 25 Jahren gibt’s die Schauspielgruppe, und wenn sie im Gemeindehaus neben dem Wilhelm-Busch-Museum auftreten, dann immer mehrere Tage vor ausverkauftem Haus. Kein Wunder, die Hobby-Schauspieler aus Mechtshausen und Umgebung geben alles – sogar das Stück ist selbst geschrieben!
Nach dem gemeinsamen Abendessen sind wir die lange Landstraße wieder zurück gefahren, mit einem Lächeln und ganz viel Anerkennung für so viel Engagement. Dorfkultur im doppelten Sinne. Vielen Dank für die Einladung!“ –
Siehe auch www.ndr.de/unternehmen/wunschwestlake101.html