Spektakuläres Farbphänomen im Ilsetal

Diese 29 Wanderer und Wanderinnen erfreuten sich an der Farbenpracht im Ilsetal.

Harzklub Zweigverein Mechtshausen/Rhüden wanderte durch ein Naturschauspiel im Harz

In diesen Wochen hält der Herbst auch im Harz endgültig Einzug und öffnet somit den Vorhang für ein zauberhaftes Naturschauspiel. Dann beginnen nicht nur dort die Laubwälder in den allerschönsten Gelb-,Rot-und Orangetönen zu strahlen und verwandeln Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge zusammen mit dem Grün der Tannen und dem Blau der Gewässer in ein riesiges, ja spektakuläres Farbenmeer.

Ein Phänomen, das besonders intensiv derzeit auch im Ilsetal bei Ilsenburg zu beobachten ist. Das wiederum wollten sich kürzlich 29 Wanderer vom Harzklub-Zweigverein Mechtshausen/Rhüden vor Ort keinesfalls entgehen lassen. Ausgangspunkt der Wanderung war der Besucherparkplatz des „Waldhotels am Ilsestein“, um dort sofort den ausgewiesenen Heinrich-Heine-Weg bei gutem Wanderwetter und sehr milden Temperaturen zu betreten. Unterhalb des Ilsesteins, ein Granitfelsen der etwa 170 Meter fast senkrecht aus dem Ilsetal aufragt, wusste Kulturwart Gerhard Kunert sehr interessante Details über die damalige Felsenfestung mit den Ausmaßen von crica zehn mal 50 Metern zu berichten, die schließlich auf Geheiß des damaligen Papstes im Jahre 1107 erstürmt und zerstört wurde. Weiter ging es immer bergan entlang der schäumenden Ilse über den Zenthierplatz, vorbei am Heinrich Heine Denkmal, den Ilsefällen bis zum Wendepunkt dieser Wanderung, der „Bremer Hütte“, wo eine größere Pause mit der Verpflegung aus dem Rucksack eingelegt wurde. Das in drei-einhalb Kilometern Luftlinie entfernte Brockenplateau war allerdings in Wolken gehüllt und nur jeweils für kurze Momente erkennbar. Acht Wanderer waren von der Natur derart begeistert, dass sie sich von hier aus zu einem Abstecher zu der im Nahbereich liegenden Ranger-Station entschlossen. Über diverse Höhenwege erreichten schließlich talwärts alle Wanderer das Einkehrziel „Waldhotel am Ilsestein“, wo zum Abschluss der Wanderung alle mit vielen Kuchensorten und Getränken regelrecht verwöhnt wurden.