„Wandmalerei“ verschönert Biogasanlage Mechtshausen

Dörfliches Idyll auf einer Länge von 32 Metern: Die „Wandmalerei“ wurde jetzt offiziell übergeben – ein Projekt, das Schule machen sollte.

Beteiligte des Kunst-Projektkurses am Jacobson-Gymnasium „übergeben“ Bild an die Betreibergesellschaft

Wer dem Seesener Stadtteil Mechtshausen dieser Tage einen Besuch abstatten möchte – Gründe könnten beispielsweise das Jubiläum feiernde „Bilderläher Dorftheater“ oder das Wilhelm-Busch-Haus sein – ist gut beraten, mit seinem Rad oder motorisierten Untersatz ein paar Meter Richtung Rhüden weiterzufahren, um das Kunstwerk an der Silowand der vor den Toren der 400-Seelen-Kommune gelegene Biogasanlage bestaunen zu können. Die offizielle Übergabe der „Wandmalerei“ an die Betreiber der „Bioenergie Mechtshausen GmbH & Co. KG“ war jetzt das „i“-Tüpfelchen eines Projektkurses des Seesener Jacobson-Gymnasiums (wir berichteten, die Red.). Wie das Projekt aus der Taufe gehoben wurde, erläuterte Oberstudiendirektor Stefan Bungert in seiner Retrospektive.
Nun, die 32 Meter lange und 2,50 Meter hohe Silowand der Biogasanlage, befanden deren Betreiber, sei kein schöner Anblick. Und so unterbreiteten sie Schulleiter Bungert den Vorschlag, das triste Betonbauwerk hinter einem adäquaten Kunstwerk verschwinden zu lassen. Ein Vorschlag, der auf fruchtbaren Boden fiel, aber erst mit Hilfe der Grafik-Designerin Heike Hammer-Geries, die die Kunstpädagogen der Oberschule nebenberuflich stundenweise unterstützte, in die Tat umgesetzt wurde. Die Seesenerin ging engagiert zur Sache, übernahm die Leitung des Kunstprojektes „Gestaltung einer Silowand der Biogasanlage Mechtshausen“ – sprich: „Wandmalerei“ – und startete im August vergangen Jahres mit Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 11 voll durch. Nachdem sich die Pennäler ein Basiswissen in Sachen Biogasanlage und „Wandmalerei“ verschafft hatten, wurden zunächst Skizzen und last but not least die finalen Entwürfe angefertigt. Summa sumarum erstellten die Gymnasiasten unter der Regie von Heike Hammer-Geries fünf Vorschläge, die von den Eignern der Biogasanlage in den Kunsträumen der Oberschule in Augenschein genommen wurden. Die „Juroren“, die sich der nicht leichten Qual der Wahl unterziehen mussten, entschieden sich letztendlich für den Vorschlag von Lena-Meltem Finster, Lena Wecken, Linn Eggerling, Jennifer Winkler und Ellen Bogorinsky – die jungen Damen preferierten ein Bild, dass die Mechtshäuser Landschafts- und Dorfidylle unter Einbeziehung der Biogasanlage transparent machen sollte – Fazit: Es ist ihnen gelungen.
Betreiber-Sprecher Friedrich-Wilhelm Hans bedankte sich bei der Bild-Übergabe beim Kunstprojekt-Kurs für die „ausgezeichnete Arbeit“, und auch Rektor Stefan Bungert war ob der kreativen Ideen und der Begeisterung der Schülerinnen und Schüler beim Umsetzen des Projektes des Lobes voll.
Worte des Dankes richtete Bungert ferner an Heike Hammer-Geries.