Wiedersehen bei Wilhelm Buschs Geburtstagsbrunch

Für den künstlerischen Teil sorgte Günter Gall. Das Publikum war ohnehin eingebunden.

Günter Gall begeistert Mechtshäuser Publilum / Für zwei Besucher eine besondere Begegnung

Thomas und Ute Graupner aus Lautenthal kennen Günter Gall schon lange. Jedoch haben sie ihn etwas aus den Augen verloren. Den Künstler hat das Ehepaar zuletzt vor über 20 Jahren in Goslar gesehen. „Ich wusste gar nicht mehr, dass er noch auftritt”, sagt Thomas Graupner. Dann stießen sie auf den traditionellen Geburtstagsbrunch zu Ehren Wilhelm Buschs im Wilhelm-Busch-Haus Mechtshausen. Zu Gast war am vergangenen Sonnabend Günter Gall. Für die beiden Lautenthaler Grund genug, sich Karten zu besorgen.
Neben den beiden haben das auch 48 Gäste getan. Wenn Hildegard Reinecke und ihr Team einladen, ist das Haus voll. „Da hast Du etwas schönes ausgesucht”, sagte ein Besucher zu Hildegard Reinecke,  Vorsitzende vom Förderkreis Wilhelm-Busch-Haus. Erstmals war Günter Gall zu Gast. Der gebürtige Rheinländer hatte ein großes unterhaltsames Programm unter dem Motto „Überall ist Kattegatt” im Gepäck. Gespickt mit Gedichten und Liedern, sie stammen aus der Feder von Joachim Ringelnatz und Fritz Grasshof. Hervorragend hat sie der Künstler an diesem Vormittag interpretiert. Auf seine eigene kömödiantische und bänkelsängerische Weise.  Günter Gall ist ein vielseitiger Künstler – Folksänger, Gitarrenspieler, Komödiant und Rezitator in einem. Das wurde an diesem Vormittag mehr als deutlich.
Er bindet das Mechtshäuser Publikum ein. Und seinen Freund Thomas Graupner holte er als Assistenten nach vorn. Er musste die Texttafeln umblättern, damit das Publikum mitsingen konnte. Ein Spaß für alle. „Ich hab mich sehr gefreut, seine Stimme ist immer noch kräftig”, sagt Thomas Graupner über das Wiedersehen. In der Pause kamen beide ins Gespräch.
Ein kurzweiliges Programm liefert Günter Gall, das das Publikum vom Anfang bis zum Ende in seinen Bann zog. Einmal ist er Seepferdchen, dann Hahn, ein anderes Mal machte er eine Liebeserklärung. Er präsentiert die „Wunderwelt des Eros” ebenso wie „Im Tingeltangel tut sich was”, so lauteten die Zwischentitel seines Programms.
„Ein runder Vormittag”, versprach Hildegard Reinecke in ihrer Begrüßungsrede. Die Mischung aus Kultur und Brunch kam wunderbar an. Und dem Ehepaar Graupner aus Lautenthal hatte sie mit der Künstlerauswahl eine besondere Freude bereitet.