Adlershofer Krippenspiel begeistert in Gittelde und Münchehof

Begeisterten Applaus spendeten die Zuschauer in der Gittelder St.-Mauritius-Kirche. (Foto: Bordfeld)

Leistung der Laiendarsteller und Musiker mit stehenden Ovationen belohnt

Gittelde / Münchehof (pb). Gleich in zwei Ortschaften der Region kam am zweiten Januarwochenende das Adlershofer Krippenspiel zur Aufführung. Einmal in der St.-Antonius-Kirche zu Münchehof und gleich zweimal in der Gittelder St.-Mauritius-Kirche.
Neben zahlreichen Laiendarstellern aus Gittelde und Münchehof wirkten die Chöre und die Flöttengruppe an dem jeweils 90-Minuten andauernden Stück mit. Am Ende der jeweiligen Aufführungen wurden die Mühen der Darsteller mit stehenden Ovationen belohnt.
Beim Adlershofer Krippenspiel handelt es sich um ein Stück, das in Versform vorgetragen wird – der Klassiker unter derartigen Aufführungen. In dem Stück spielen vor allem zwei kleine Mohren eine wichtige Rolle. Denn, entgegen der höfischen Etikette, machen sie König Herodes unverhohlen darauf aufmerksam, dass er ein Lügner ist.
Jedes der sechs Bilder überzeugte in seiner Gesamtheit, und zusammen ergaben sie ein faszinierendes zum Nachdenken anregendes Ganzes. Fast schien es, als ob zwischen den Zeilen der Bibel gelesen wurde. Ob das nun Gottes Auswahl der rechten Mutter für sein Kind, oder die Begegnung mit dem Gastwirt in Betlehem war. Nicht er war nämlich der böse, geldgierige Mensch, sondern eher seine herrschsüchtige Frau, unter deren Pantoffel er stand.
Es war nicht zu übersehen, dass es den Darstellern große Freude bereitete, das von Friedrich Hirsch geschriebene Stück zur Aufführung zu bringen. Die Gestik und Mimik der Darsteller überzeugte ebenso wie die Stimmen des Kirchenchores, der vom MGV Gittelde, dem Gemischten Chor Teichhütte und der Liedertafel Münchehof unterstützt wurde. Auch die Flöttengruppe unter der Leitung von Friedel Daprà, der auch die Orgel spielte, überzeugte das Publikum.
Übrigens: Der Reinerlös dieser drei Spiele wird den Kirchengemeinden für die Renovierung der St.-Antonius-Kirche in Münchehof und der St.-Johannes-Kirche in Gittelde zur Verfügung gestellt. Die Kollekte beider Aufführungen in Gittelde wurde außerdem für den an Leukämie erkrankten Leon Römermann aus Gittelde gespendet.