Auch bei Fermacell erfolgt Stellenabbau

Christa Bock wurde für 25-jährige Mitgliedschaft und ihre 23-jährige Mitarbeit im Vorstand geehrt. Der Jahreshauptversammlung wohnte auch Landtagsabgeordnete Petra Emmerich-Kopatsch bei.
 
Glückwunsch aus Seesen. Michaela Meyer, Seesens SPD-Vorsitzende, gratuliert Dorothea Uthe-Meier zur erfolgreichen Wiederwahl.

SPD Münchehof thematisiert bei Jahreshauptversammlung die Pläne der Xella Gruppe / Ehrungen durchgeführt

Ehrungen, Neuwahlen und Berichte mit lebhafter Aussprache waren die Höhepunkte der Jahreshauptversammlung der SPD Münchehof.

Besondere Beratungsintensität löste dabei die erst kürzlich verbreitete Meldung über den Stellenabbau bei Fels und - wie nun aus gut unterrichteter Quelle bekannt wurde – auch bei Fermacell aus. Darüber hinaus ehrte die SPD Christa Bock für ihre langjährige Treue und für ihre 23-jährige Tätigkeit als Kassiererin. Bei den Neuwahlen gab es keine Überraschungen. Dorothea Uthe-Meier wurde für weitere zwei Jahre in ihrem Amt als erste Vorsitzende ebenso bestätigt wie die weiteren Vorstandsmitglieder.
Die Versammlung wurde mit freundlichen Worten der Begrüßung durch die Vorsitzende Dorothea Uthe-Meier eröffnet. Ihr besonderer Gruß galt an diesem Abend der langjährigen Unterbezirksvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Petra Emmerich-Kopatsch, und der Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Seesen, Michaela Meyer.
Beide würdigten in ihren Grußworten das nach ihrer Ansicht vorbildliche Wirken der SPD Münchehof, wobei Emmerich-Kopatsch sehr detailliert auf die durch die jetzige Landesregierung beschlossenen finanziellen Förderungsmöglichkeiten, insbesondere im südniedersächsischen Bereich einging, und die Flüchtlingsproblematik in Bund und Land ansprach. Dabei erläuterte sie auch die Überlegungen zur Schaffung einer fünften Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der ehemaligen Rommelkaserne in Osterode.
Bereits in dieser Phase der Versammlung wurde aus aktuellem Anlass über die Ankündigung der Xella-Gruppe, bei den Felswerken 50 Arbeitsplätze, davon auch einen Teil in der Produktionsstätte Münchehof, abzubauen, heftig diskutiert; zumal aus gut unterrichteter Quelle verlautete, dass auch bei Fermacell weitere 20 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Diese Nachrichten lösten bei der SPD Münchehof besondere Betroffenheit aus, zumal nach den bisherigen Erkenntnissen beide Produktionsstätten höchst wirtschaftlich am Markt agieren. Die SPD Münchehof erwartet, dass diese Personalreduzierung – wenn schon nicht zu verhindern, dann aber mindestens sozialverträglich - gestaltet wird.
Sehr schnell waren dann die üblichen Regularien erledigt. Im Anschluss daran wurde Christa Bock für 25-jährige Mitgliedschaft und für ihr 23-jähriges Engagement als Kassiererin in besonderer Weise durch Dorothea Uthe-Meier, Petra Emmerich-Kopatsch und Michaela Meyer geehrt. In ihrer Laudatio hob die Vorsitzende besonders hervor, dass Christa sich neben der langjährigen Treue zu den Zielen der SPD, insbesondere durch die sehr sorgsame und mit vielen weiteren Verpflichtungen verbundene Kassenführung besondere Verdienste erworben habe. Neben der Ehrenurkunde und der Ehrennadel überreichte ihr Dorothea Uthe-Meier als äußeres Zeichen der Dankbarkeit einen kleinen Blumenstrauß und einen Präsentkorb.
Danach trug die Vorsitzende namens des Vorstandes den Jahresbericht vor, ging auf die in harmonischer Atmosphäre verlaufenen drei Vorstandssitzungen näher ein und brachte das aus ihrer Sicht sehr schöne Blütenfest an der Thüringer Straße aus Anlass der Pflanzaktion „Münchehof blüht auf“ sowie die Teilnahme an verschiedenen dörflichen Veranstaltungen in Erinnerung. Sie erinnerte aber auch an die Teilnahme an den Sommerfesten in Ildehausen und Seesen und am Dorfpokalschießen, an die erneute Narzissen-Pflanzaktion im Oktober letzten Jahres und an das sehr gemütliche „Gänse-Essen“ im November. Schließlich ging sie noch kurz auf die Teilnahme einiger Gäste beim Nachbarschaftstreffen mit Sigmar Gabriel in Berlin ein und zog so eine durchweg positive Jahresbilanz, zumal auch die Mitgliederstruktur stabil geblieben sei.
Im Anschluss daran berichtete sie in ihrer Eigenschaft als Ortsbürgermeisterin über die Arbeit des Ortsrates. Neben den vielen turnusmäßigen Veranstaltungen und Sitzungen sprach sie insbesondere die auf ihre Initiative zustande gekommenen neuen Aktivitäten, wie zum Beispiel die Kinderdisco oder das Public Viewing aus Anlass der Fußballweltmeisterschaft, an. Beide Veranstaltungen haben sich als sehr erfolgreich erwiesen.
Joachim Pedroß hatte es dann übernommen, über die Arbeit im Stadtrat zu berichten. Kurz ging er auf die Zusammensetzung des obersten Beschlussorgans der Stadt ein und zeigte auf, dass mit der nächsten Wahl im Jahre 2016 wegen der gesunkenen Einwohnerzahl unter 20.000 nur noch 32 statt 34 Ratsmitglieder zu wählen seien, und dass nur noch eine Liste für die ganze Stadt aufgestellt werden dürfe. Besondere Sorgen bereite der SPD-Stadtratsfraktion die Entwicklung der Schulden. Die unter Berücksichtigung erheblicher Investitionen im Abwasserbereich für die Stadt insgesamt – Stadt und Abwasserwirtschaft – von 14 Mio. Euro am 31. Dezember 2013 auf rund 23 Mio. zum Ende des Jahres 2015 ansteigen dürften, wobei die erst jetzt bekannt gewordenen Gewerbesteuerrückzahlungen in Höhe von 1,6 Mio. Euro noch nicht einmal enthalten seien.
Erfreulich sei zu berichten, dass in letzter Zeit viele Investitionsmittel nach Münchehof geflossen seien und Joachim Pedroß sprach hier insbesondere den Neubau der Brücke über den Pandelbach an der Straße „Am Sweenhof“, den Ankauf eines neuen Feuerwehrfahrzeugs und die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses an. Auch für dieses Jahr sind weitere Mittel für den endlich vorgesehenen Endausbau der Straße „Im Himmelreich“ und Zuschüsse an die Bahn für die Neugestaltung der beiden Bahnübergänge vorgesehen. Für die Zukunft komme es darauf an, so Pedroß, alle Kräfte zu mobilisieren und für den Erhalt der Infrastruktur mit Geschäften, Dienstleistern, der Schule, dem Kindergarten und dem Schwimmbad – um nur einige Beispiele zu nennen – zu kämpfen.
Es folgte der Bericht der Kassiererin. Christa Bock, die letztmalig einen Kassenbericht erstattete, da sie nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung stand. Sie wusste von einer guten Kassenlage zu berichten. Nach dem Bericht der Kassenprüfer Franz Maier und Gunter Nowitzki, die der Kassiererin eine einwandfreie Kassenführung bescheinigten, standen nach der erfolgten Entlastung des Vorstandes die Neuwahlen auf dem Programm.
Unter der Wahlleitung von Michaela Meyer, die dem alten Vorstand für die geleistete Arbeit dankte, erfolgte zunächst die Neuwahl des(r) neuen Vorsitzenden. Es wurde Dorothea Uthe-Meier zur Wiederwahl vorgeschlagen und anschließend einstimmig gewählt. Nun übernahm die neue Vorsitzende, die sich für das ihr erneut entgegengebrachte Vertrauen herzlich bedankte, wieder die weitere Sitzungsleitung.
Unter ihrer Leitung wurden auch die weiteren Vorstandsmitglieder einstimmig (wieder-) gewählt, sodass sich der Vorstand jetzt wie folgt zusammensetzt: Vorsitzende Dorothea Uthe-Meier, Stellvertretender Vorsitzender Karl-Heinz Bock, Kassierer und Schriftführer Joachim Pedroß, Beisitzer: Bärbel Karges, Marianne Zisser, André Rott, Hartmut Göbhardt und Gunter Nowitzki. Beratend gehören dem Vorstand außerdem Franz Maier und Heidi Ahfeldt an. Zu Kassenprüfern wurden Franz Maier und Gunter Nowitzki erneut berufen.
Dorothea Uthe-Meier erinnerte zum Schluss an die Vorhaben dieses Jahres. So soll zum Beispiel wieder ein Blüten- und Sommerfest sowie ein gemeinsames Gänseessen geplant und eine Beteiligung an der Maifeier in Ildehausen ins Auge gefasst werden.