Der „Ernst des Lebens“ ist eigentlich ein ganz netter Kerl

Nadine Kristen stellte Marvin (links) vor – auch er war aufgeregt.

Grundschule Münchehof begrüßt 40 neue Schülerinnen und Schüler /In der Schule soll nicht nur gelernt werden

Am Sonnabend war es endlich soweit: Aus den „Kleinen“ wurden „Große“. Insgesamt 40 Kinder besuchen ab sofort die 1. Klasse der Grundschule Münchehof. Für sie hat nun der „Ernst des Lebens“ begonnen. Ein neuer Lebensabschnitt. Es gibt viel zu lernen. Und dennoch, so ernst das Ganze auch klingt: Eigentlich ist die Schulzeit wohl die schönste Zeit. Zumindest behaupten dies die meisten Erwachsenen – und die müssten es ja eigentlich wissen.
Doch bevor es in die neuen Klassenräume ging, führte der erste Weg der neuen Schülerinnen und Schüler in die Kirche. Nach der Einschulungsandacht wurde es dann spannend. Die Schulleiterin Nadine Kristen hatte Eltern, Großeltern und Schüler zur Begrüßung in die Sporthalle eingeladen. Hier begrüßte sie die Gäste zur Einschulungsfeier der 1. Klassen in der Grundschule Münchehof.
Aber auch die höheren Klassen ließen es sich nicht nehmen, die neuen Schüler zu begrüßen und ihnen ein wenig die Aufregung zu nehmen. Mit dem Theaterstück „Der Ernst des Lebens“, das die Kinder der Theater-AG aufführten, gelang ihnen dieses auch ganz gut. Denn in dem Stück ging es um Anette, die wie die neuen Erstklässler, in die Schule kommt. „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens!“, haben ihr die Großen gesagt. Doch was ist der Ernst des Lebens überhaupt? Vielleicht ein hinterhältiger Dieb, der die Geburtstagsgeschenke klaut?Oder ein unheimliches Monster, dass die Torte verschlingt?Oder ist der Ernst des Lebens vielleicht ein gruseliges Gespenst, dass in der Nacht sein Unwesen treibt? Anette jedenfalls hat ihren Ernst des Lebens auf der Schulbank kennengelernt. Ernst ist, wie sie, sechs Jahre alt und ihr neuer Klassenkamerad – eigentlich ein ganz netter Kerl.
Um den neuen Schülerinnen und Schülern zu zeigen, was sie in der Schule erwartet, brachte Nadine Kristen auch einen Schulranzen mit zur Einschulungsfeier. Mitgebracht hatte sie einige Dinge, die man in der Schule lernt. Da war ein Buch, zum Lesenlernen, einige Hefte, zum Rechnen- und Schreibenlernen, eine Flöte, mit der man im Musikunterricht musizieren lernen kann, ein Wollknäul für den Textilunterricht und ein kleiner Indiander, über den die Kinder im Sachunterricht mehr erfahren werden. „Aber, das ist noch längst nicht alles: Auf euch wartet eine neu gestaltete Schule, mit vielen Ecken, in denen man spielen und lesen kann, eine Mensa, in der man Mittagessen kann, ein Raum zum Entspannen und vieles mehr. Ihr merkt schon, in der Schule wird nicht nur gearbeitet: Wir wollen miteinander leben und lernen, wollen Spaß zusammen haben, singen und auch spielen“, so Kristen.
Anschließend war es endlich so weit: Die Schüler wurden der Reihe nach mit ihren Namen aufgerufen und durften gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin die erste Unterrichtsstunde erleben.