Die Juroren hatten es nicht leicht

Die Preisträger und Juroren des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ mit Mitgliedern des Ortsrates und Ortsbürgermeisterin Dorothea Uthe-Meier. bo

Ortsrat Münchehof ehrt Preisträger bei „Unser Dorf soll schöner werden“

Nachdem die Jury Anfang September die Grundstücke Münchehofs genau unter die Lupe genommen hat (der „Beobachter“ berichtete), wurden jetzt im feierlichen Rahmen die Sieger des diesjährigen internen Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ geehrt.

Ortsbürgermeisterin Dorothea Uthe-Meier begrüßte zu Beginn der kleinen Feierstunde zunächst alle Preisträger und bedankte sich im Namen des Ortsrates sehr herzlich für das sichtbar gewordene Engagement. Ihr besonderer Gruß und Dank ging an die Juroren des diesjährigen Wettbewerbes. Wieder einmal hatte Waltraud Vosswinkel aus Wolfenbüttel den Weg nach Münchehof gefunden, um die Bewertungskommission, in ihrer Funktion als Gartenfachberaterin des Verbands für Wohneigentum (ehemals Siedlerbund), zu unterstützen.
Mit ihr zusammen zeigten sich in diesem Jahr Hanna Rott und Hannelore Trager, als Sieger des letzten Jahres, für die Bewertung der Grundstücke verantwortlich. Alle drei bekamen für ihren ehrenamtlichen Einsatz ein kleines Präsent als Anerkennung und Dankeschön überreicht. Frau Vosswinkel hielt anschließend eine kleine Ansprache, in der sie noch einmal die Kriterien erläuterte, und schon im Hinblick auf die Verleihung der Sonderpreise, erklärte, dass es zunehmend andere Formen von Gartengestaltung gibt, und Themen wie Ökologie und Nachhaltigkeit mehr und mehr in den Fokus unserer Gesellschaft treten.
Vor der Verleihung der Preise berichtete Dorothea Uthe-Meier noch einmal kurz von der schönen Ortsbegehung und den vielen Eindrücken, die man gewinnen konnte. Viele Münchehöfer hätten mit der Bepflanzung ihrer Vorgärten und Balkone sichtlich zur Dorfverschönerung beigetragen, so dass es den Juroren letztendlich schwer fiel, die Grundstücke objektiv und gerecht zu bewerten. Sicher spielen auch Faktoren, wie der eigene Geschmack oder die Tagesform, bei der Bewertung eine Rolle, so dass eine Punktevergabe immer subjektiv zu sehen ist.
Einige Grundstücke können trotzdem jeden Kritiker überzeugen, und werden fast immer ausgezeichnet. Aber, und das überraschte vielleicht auch den ein oder anderen nominierten Gast selbst, waren diesmal auch echte „Frischlinge“ unter den Preisträgern. In der Kategorie „Schönster Gesamteindruck“ schaffte es zum Beispiel das Grundstück von Christa und Michael Roßberg auf den 1. Platz.
Vielleicht war es hier auch die schon fast unwirklich-schöne Umgebung, inmitten von grünen Bergwiesen mit grasenden Alpakas, die die Juroren sprichwörtlich komplett vom Hocker riss. In jedem Fall ist das idyllische, von Pflanzen eingebettete Holzhaus ein echter Augenschmaus und eine Reise nach Stauffenburg wirklich wert.
Auch in der Kategorie „Schönster Blumenschmuck“ schaffte es diesmal ein echter Neuling auf Platz eins. Das Grundstück von Adelheid und Werner Rautenberg in der Straße „Am Brackelsberg“ war bisher von einer hohen Hecke umgeben und versteckte damit einen echten Blütenschatz. Ein gutes Beispiel dafür, dass natürlich nur die Bemühungen bewertet werden können, die für jedermann sichtbar sind, und auch ein Beispiel dafür, dass kleine Änderungen manchmal große Auswirkungen haben.
Bleibt zu hoffen, dass dem Beispiel von Familie Rautenberg viele folgen werden. Auch die Vergabe der Sonderpreise überraschte und setzte ein Zeichen dahingehend, dass es nicht immer die klassische Rabatte sein muss.
Der Garten von Martina May-Stanjek und Klaus Stanjek „Im Himmelreich“ ist nur durch einen Maschendrahtzaun vom Gehweg getrennt und gibt den Mitbürger/-innen und Gästen des Dorfes den Blick auf einen Garten der ganz anderen und besonderen Gestaltung frei. Da steht mitten am Harzrand, umrahmt von vielen Naturmaterialien, ein kleines Segelboot neben einem Strandkorb, und lädt ein, von Sonne und Meer zu träumen. Auch die Vergabe des zweiten Sonderpreises macht deutlich, dass es nicht immer der große Garten sein muss.
Die Reihenhäuser „Im Weidenkamp“ konnten mit einer weitestgehend einheitlichen Gestaltung der Fassade und mit einer wunderschönen Bepflanzung der kleinen Vorgärten punkten. Alle Preisträger bekamen als Zeichen der Anerkennung für ihre Bemühungen vom Ortsrat eine Urkunde und einen kleinen Geldbetrag, mit den besten Glückwünschen, überreicht. Marlis und Hans-Erwin Bock ihrerseits zeigten sich über ihre Platzierung sehr erfreut und nahmen die Gelegenheit zum Anlass, ihr Preisgeld dem Ort für die Anschaffung der nächsten Narzissenzwiebeln zur Verfügung zu stellen, was mit großem Applaus bedacht wurde.
Nach diesem schönen Abschluss saß man noch einige Zeit zusammen und tauschte so manche Gärtnertipps und -geheimnisse aus.