Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter der Wehr

(Hinten von links) Kai-Markus Ruhe, David Heinrichs und Cevin Zisser sowie (vorne von rechts) Sven Holzenleuchter und Deborah Freise wurden am Sonnabend befördert, hier eingerahmt von Ortsbrandmeister Karl Rieke (links) und Stellvertreter Jens Nolte (rechts)
 
Für langjährigen Dienst und treue Mitgliedschaft wurden Friedrich-Wilhelm Voß, Christian Grüning und Jürgen Börker auf der Jahreshauptversammlung der Münchehöfer Feuerwehr geehrt.

Brandschützer aus Münchehof halten Jahreshauptversammlung ab / Ehrungen und Beförderungen

Die Freiwillige Feuerwehr Münchehof hatte vergangenen Sonnabend zur 141. Generalversammlung ins Feuerwehrgerätehaus in Münchehof geladen. Nachdem Ortsbrandmeister Karl Rieke die Versammlung eröffnete und die Beschlussfähigkeit festgestellt hatte, begrüßte er die zahlreich erschienenen Gäste, darunter den 1. stellvertretende Bürgermeister Jürgen Ebert, den 2. stellvertretende Bürgermeister und Vorsitzenden des Feuerschutzausschusses Norbert Stephan, Münchehofs Ortsbürgermeisterin Dorothea Uthe-Meier, den Fachbereichsleiter des Fachbereichs II Uwe Zimmermann sowie Nadine Holzenleuchter vom DRK, Kreisbrandmeister Uwe Borsutzky, den stellvertretende Stadtbrandmeister Klaus Kiehne, Polizeihauptkomissar Helmut Fischer.

Die Freiwillige Feuerwehr Münchehof zählte Ende des Jahres 2014 237 Mitglieder, die sich aufteilen in 41 aktive Mitglieder, davon sind acht weiblich und sechs gehören der Altersabteilung an, 182 sind fördernde Mitglieder. Die Münchehöfer Wehr nahm außerdem erfolgreich an sieben verschiedenen Lehrgängen teil.
Im vergangenen Jahr hatte die Feuerwehr Münchehof zwei Mittelbrände und zwei Großbrände zu bekämpfen, dazu kamen neun technische Hilfeleistungen und zwei abzuleistende Brandsicherheitswachen. Somit hatte die Freiwillige Feuerwehr Münchehof im Jahr 2014 insgesamt 15 Einsätze, die 563 Einsatzstunden beanspruchten.
Hinzu kommen allerdings Ausbildungs- und Übungsstunden der Feuerwehr. Auch die Kommandositzungen sowie die überörtliche Ausbildung auf Stadt- , Kreis-, oder Landesebene mit 550 Stunden darf man nicht vergessen. Damit hat die Münchehöfer Feuerwehr ein Gesamtstundenkonto von 4624 Dienststunden bei 111 Diensten. Nicht hinzu gezählt sind hier die Dienste bei der Jugendfeuerwehr und die Arbeiten und Zeitaufwendungen für das neue LF 10 sowie für den neuen Anbau am Feuerwehrgerätehaus.
Finanziell gesehen investierte die Freiwillige Feuerwehr Münchehof bis Ende des vergangenen Jahres etwa 1800 Euro in das LF 10. In diesem Jahr soll noch ein Dachkasten für zirka 2800 Euro hinzu kommen. In den neuen Anbau wurden bisher ungefähr 12000 Euro investiert. Gut 4000 Euro nahmen das Richtfest und die Einweihung des Anbaus ein. Für die verbliebenen 8000 Euro erhielt die Feuerwehr Schüttgüter und Beton von den Ortsansässigen Firmen Fels und TSN Beton. Im Frühjahr wird dann noch eine Fluchttreppe für rund 6000 Euro errichtet.
Das Feuerwehrjahr 2014 begann unter anderem am 2. Januar direkt mit einem Großbrand bei den Felswerken, gefolgt von der ersten Bau-Besprechung für den neuen Anbau und den Generalversammlungen.
Im Februar kamen die Orstbrandmeister und deren Stellvertreter des im letzten Jahr neu gegründeten Zug-Süd des Stadtgebietes dann das erste Mal in dieser Konstellation in Münchehof zusammen, um eine grobe Marschrichtung festzulegen. Das zweite Treffen fand dann im März in Kirchberg statt.
Ebenfalls im März begann die Digitale Funkausbildung auf Kreisebene. Zum Ende des Monats stand die Ernennung zum Ortsbrandmeister beziehungsweise zum stellvertretenden Ortsbrandmeister durch den Bürgermeister der Stadt Seesen im Rathaus bevor sowie die Übergabe des SW2000 in Seesen.
Im April lernten die Mitglieder der Münchehöfer Feuerwehr den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen durch den Sicherheitsbeauftragten Torsten Warnecke.
Im Juni war viel los bei den Feuerwehren im Stadtgebiet, etliche Jubiläumsfeiern wurden besucht. Des Weiteren fand eine gemeinsame Übung mit den Feuerwehren aus Gittelde,  Windhausen und Teichhütte statt, eine Übung der Altersabteilung alter Unterkreis 5 in Herrhausen sowie der erste Zug-Dienst in Kirchberg.
Im Juli fand die Baubesprechung für das LF 10 in Ulm statt. Auch eine Evakuierungsübung beim Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum wurde durchgeführt. Einsatzbereit zeigte sich die Feuerwehr auch bei den Hochwassereinsätzen in Bad Harzburg und Harlingerode. Das 110-jährigen Jubiläum des TSV Münchehof wurde ebenfalls erfolgreich hinter sich gebracht.
Der August begann mit der zweiten Zug-Dienst-Übung an und in der Kirchberger Kirche. Ende des Monats stand eine Objektkunde an der Biogasanlage in Fürstenhagen an, und die Arbeiten für den Anbau am Feuerwehrgerätehaus begannen. Von da an gab es keinen Tag an dem nicht am Anbau gearbeitet wurde.
Im September stand neben den laufenden Arbeiten am Gerätehaus sowie der Aus-, Fort- und Weiterbildung auch noch der Motorsägen-Cup am NFBz bevor. Aber auch dieser wurde wie immer gut gemeistert. Gedankt wurde an dieser Stelle auch Frauen und Freundinnen der Kameraden.
Im Oktober erlernten die Mitglieder den Rauteckgriff, gefolgt vom richtigen Umgang mit dem Defibrillator. Hier gilt der Dank besonders dem DRK Münchehof. Die dritte Übung des Zug-Süd fand in Seesen statt. Am 31. Oktober konnte dann auch endlich das Richtfest gefeiert werden.
Im November stand die letzte Übung mit dem LF 8 auf dem Plan. Wie es der Zufall so will fuhr Gerätewart a.D. Werner Hirschfeld, der vor 27 Jahren den ersten Einsatz fuhr, nun auch den letzten Einsatz des Fahrzeuges.
Im Dezember hieß es Endspurt für die Errichtung des Anbaus, am 13. Dezember sollte die Übergabe des LF 10 und des Anbaus stattfinden. Damit dies gelingen konnte, holten sich die Mitglieder der Feuerwehr Unterstützung bei ihren Frauen.
Dirk Degenhardt heuerte seine Tochter und ihren Freund an, die bei der Firma Tip-Top arbeiten. So konnte man die Einweihung des Anbaus, die Übergabe des LF 10 und den 140. Geburtstag der Feuerwehr unbeschwert angehen. Ortsbrandmeister Rieke bedankte sich noch einmal für die gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen und unter den Mitgliedern. Im Anschluss daran berichteten Clemens Nutsch von der Arbeit in der Jugendfeuerwehr und Dirk Eicke informierte über seine Tätigkeiten als Atemschutzbeauftragter im letzten Jahr.
Zum Atemschutzgerätewart gewählt wurde Dirk Eicke. Die Wahl zum Gerätewart fiel auf Dirk Degenhardt. Sicherheitsbeauftragte ist Jennifer Heinrichs und Sandor Nutsch wurde in seinem Amt als stellvertretender Jugendfeuerwehrwart bestätigt.
Für 25 Jahre aktiven Dienst wurde Christian Grüning geehrt. Jürgen Börker wurde für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt und Friedrich-Wilhelm Voß stand – wie berichtet – für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr Münchehof auf der Liste der Geehrten.
Befördert wurden Deborah Freise zur Feuerwehrfrau, Sven Holzenleuchter und Cevin Zisser zum Oberfeuerwehrmann sowie David Heinrichs und Kai-Markus Ruhe zum Hauptfeuerwehrmann.
Nachdem die Mitglieder geehrt und befördert wurden, folgten die Grußworte der Gäste und das Schlusswort des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Jens Nolte. Anschließend ließ man den Abend in gemütlicher Runde ausklingen.