Ein Unglück kommt selten allein

Kai Luft überreicht Bärbel Kuhlmann den Spendenscheck – Zu seinen Füßen die Hündin Mandy.

Hündin Mandy musste dringend operiert werden /„TV 38“ ruft zu Spenden auf und macht OPmöglich

Nicht genug, dass die Seesener Tierhilfe in Münchehof in einer finanziellen Krise steckt – vor einiger Zeit überbrachte der Tierarzt eine weitere Hiobsbotschaft. Mandy, die gerade ein neues Zuhause bekommen sollte, hatte ein schweres Hüftleiden und musste dringend operiert werden. Der Hüftkopf und die Hüftpfanne sind geschädigt und um wieder ein normales Hundeleben führen zu können, musste sie ausgewechselt werden. Die Operationskosten liegen bei etwa 2.500 Euro.
Mandy ist gerade erst fünf Jahre alt geworden und kam bereits im September 2009 zur Tierhilfe, nachdem sie die ersten zwei Jahre ihres Lebens in einem kleinen Verschlag leben musste und nur selten das Tageslicht zu sehen bekam. Fast hätte die aufgeschlossene und verschmuste Mandy ein neues Zuhause gefunden – wäre sie nicht krank geworden.
Weil der Verein die Operation für die quicklebendige Hündin aber nicht finanzieren konnte, suchten sie dringend nach Unterstützung. Diese fand die erste Vorsitzende des Vereins, Silvia Quittkat, bei Uwe Bärecke. Uwe Bärecke ist langjähriger Freund der Seesener Tierhilfe und arbeitet als Redakteur bei dem regionalen TV-Sender TV38, der ab Oktober auch im Seesener Stadtgebiet zu empfangen ist. Er wollte öffentlich auf Mandys Problem aufmerksam machen und rief nicht nur im Fernsehen zu einem Spendenaufruf auf, sondern gründete auch gleich eine Internetseite – und das mit Erfolg!
Jetzt konnte Uwe Bärecke gemeinsam mit dem Geschäftsführer von TV 38, Kai Luft, eine Spende in Höhe von 2.500 Euro an Silvia Quittkat und Bärbel Kuhlmann, die 2. Vorsitzende, überreichen. Die Freude war unermesslich, denn schließlich stand schon zwei Tage nach der Spendenübergabe die OPfür Mandy an. Am vergangenen Freitag wurde die anhängliche Hündin schließlich nach der erfolgreichen Operation aus der Braunschweiger Klinik entlassen und befindet sich nun auf dem Weg der Besserung. Dieser wird jedoch noch ein ganzes Stück Arbeit, denn Mandy hat noch eine sehr lange Genesungsphase vor sich und muss regelmäßig zur Reha. Die Kosten für die nachfolgende Behandlung sind leider noch nicht gedeckt und somit hofft das Tierheim auf liebe Leser, die Mandy unterstützen wollen. Denn wenn alles geschafft ist, kann Mandy wieder ungehindert toben und ihr Leben genießen – ohne Schmerzen. Fehlt nur noch ein liebes Herrchen – oder Frauchen.