Evangelische Frauenhilfe feiert 100. Geburtstag

Die Liedertafel Münchehof schenkte der evangelischen Frauenhilfe musikalische Beiträge zum 100. Geburtstag. (Foto: Strache / Pedroß)
 
Anakatrin Kynast, Vorstandsvorsitzende des Landesverbandes Braunschweig, ehrte langjährige Mitglieder. (Foto: Strache / Pedroß)

Festgottesdienst und Feier im Pfarrgarten bilden den würdigen Rahmen für die Feierlichkeiten

Münchehof (Pe). „Das will ich mir schreiben in Herz und Sinn, dass ich nicht für mich auf Erden bin, dass ich die Liebe, von der ich leb, liebend an andere weitergeb“. Mit diesem Spruch hatte die frühere langjährige Vorsitzende der Münchehöfer Frauenhilfe, Ilse Buchser, einst zum 80. Jubiläum eingeladen. Dies waren aber auch Worte, die Pfarrerin Melanie Mittelstädt in den Mittelpunkt ihrer Begrüßung beim Festgottesdienst aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Münchehöfer Frauenhilfe stellte und denen sie hinzufügte: „Für andere und füreinander da zu sein, darin sieht unsere Frauenhilfe ihren tragenden Grund, ihren tieferen Sinn“. Und so wurde gleich zu Beginn besonders deutlich, wofür die Ev. Frauenhilfe in all den 100 Jahren ihres Bestehens eingetreten ist und welche Leitmotive sie noch heute verfolgt. Nach dem offiziellen Festgottesdienst erfolgte die Ehrung langjähriger Mitglieder und die Ehrengäste, unter ihnen die Vorstandsvorsitzende der Frauenhilfe im Landesverband Braunschweig, Annakatrin Kynast (Wolfenbüttel), die Vorsitzende des Kreisverbandes Bad Gandersheim-Seesen der Evangelischen Frauenhilfe, Gudrun Sebbes (Erzhausen), sowie Propst Thomas Gleicher und Ortsbürgermeister Joachim Pedroß lobten in ihren Grußworten das einhundertjährige Engagement der Münchehöfer Frauenhilfe.
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch Liedvorträge der Liedertafel Münchehof unter Leitung von Roland Koczielny, dem „Chor der jungen Herzen“, bestehend aus den Mitgliedern der Frauenhilfe Münchehof und durch Friedel Daprà an der Orgel. Im Anschluss an den Festgottesdienst lud dann die Frauenhilfe ihre Gäste noch zu einer mit selbstgebackenen Kuchen ausgestatteten großen Kaffeetafel in den Pfarrgarten ein und sorgte mit lustigen Sketchen für angenehme Unterhaltung bei sonnigem Wetter.
Nach der Begrüßung durch Pfarrerin Melanie Mittelstädt, in deren Verlauf sie auch noch einmal auf die Gründung der Frauenhilfe vor 100 Jahren einging und die unterschiedlichen Aufgaben zu den unterschiedlichen Zeiten der wechselhaften Jahrzehnte ansprach, machte zunächst die Frauenhilfe selbst mit dem Lied „Lobe den Herren, den Mächtigen König der Ehren“ auf sich aufmerksam. Mit den drei Liedern „Die Himmel rühmen“, „Ich bete an die Macht der Liebe“ und „Amazing grace“ umrahmte aber auch die Liedertafel Münchehof im weiteren Verlauf den festlichen Gottesdienst in sehr professioneller Weise. Die Predigt gestalteten Pfarrerin Melanie Mittelstädt und Diakonin Andrea Redecker gemeinsam in Form eines Wechselgespräches, das vornehmlich dazu diente, den Korb voller Geschenke, die allesamt sehr beziehungsreich zu den Geflogenheiten der Frauenhilfe passten, zu überreichen.
In ihren Grußworten lobten die eingangs erwähnten Ehrengäste das langjährige Wirken der Münchehöfer Frauenhilfe und überbrachten beste Wünsche und natürlich auch Jubiläumsgeschenke. Die Vorstandsvorsitzende des Landesverbandes Braunschweig, Anakatrin Kynast, lies es sich danach nicht nehmen, die Ehrung langjähriger Mitglieder vorzunehmen und so wurden Editha Eicke, Lisa Forer und Hedwig Weber für 25-jährige Mitgliedschaft mit der silbernen und Rita Ludzay für 40-jährige Mitgliedschaft mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.
Nachdem dann die Repräsentanten der Münchehöfer Vereine und der benachbarten Frauenhilfen ihre Glückwünsche übermittelt und Geschenke übergeben hatten, die Leiterinnen der Frauenhilfe, Margot Taufall und Margot Koch, herzliche Dankesworte gefunden hatten, sang der Chor der Frauenhilfe zum Abschluss das Lied „Wohlauf in Gottes schöne Welt“ sozusagen als Überleitung zu dem gemütlichen Kaffeenachmittag im Pfarrgarten, der – wie bereits erwähnt – mit lustigen Sketchen durch Pfarrerin Melanie Mittelstädt, Kirchenvorsteherin Birgit Brünig, Robert Brünig und Rita Ludzay bei inzwischen vorherrschenden sonnigem Wetter eine unterhaltsame Fortsetzung fand.