Exkursion des Heimatvereins ein voller Erfolg

Begrüßung in der Kyffhäuserkaserne durch Stabsfeldwebel Heinzel und Dieter Pöppe.
 
Die Reisegruppe des Heimatvereins Münchehof.

Diesmal stand die Barbarossahöhle und ein Besuch in Bad Frankenhausen auf dem Programm

Es war kein Zufall, dass die diesjährige eintägige Kultur- und Erlebnisreise des Heimatvereins Münchehof in den Kyffhäuserkeis im Freistaat Thüringen führte.

War es doch der Vorsitzende Dieter Pöppe selbst, der aufgrund seines mehrjährigen beruflichen Engagements als Soldat in der Barbarossastadt Bad Frankenhausen dieses Reiseziel vorgeschlagen und höchstpersönlich die Route ausgearbeitet sowie die Absprachen vor Ort getroffen hatte.
Das Interesse der Heimatfreunde war diesmal so groß, dass sogar ein zweiter Kleinbus gechartert werden musste, um allen Interessenten gerecht zu werden. Was Wunder also, wenn Dieter Pöppe, der bestens vorbereitet bereits unterwegs interessante Informationen zu den wichtigsten Orten und Landschaften entlang der Reiseroute vermittelte, bereits bei der Begrüßung seine Freude über das große Interesse zum Ausdruck brachte.
Die Reise in den beiden voll besetzten Bussen startete bereits in aller Frühe und führte bei wunderschönem Sommerwetter zunächst durch Osterode und Herzberg sowie an Nordhausen vorbei zur Barbarossahöhe in der Nähe von Bad Frankenhausen. Die Barbarossahöhle ist eine Anhydrithöhle (Gipshöhle) im Kyffhäuser Gebirge in Thüringen.
Weite Hohlräume, Grotten und Seen sind die besonderen Merkmale dieser Höhle und machen sie für den Besucher sehr interessant. Und so konnten sich die Teilnehmer der Exkursion in einer mehr als einstündigen sehr professionell gestalteten Führung von der bereits 1865 beim Vortrieb eines Stollens für den Kupferschieferbergbau entdeckten und schon 1866 eröffneten Schauhöhle einen sehr umfänglichen Eindruck verschaffen .
Die Höhle hat eine Grundfläche von etwa 25.000 Quadratmetern und ist wegen der grün schimmernden unterirdischen Seen sowie wegen des sogenannten Tisches und Stuhles von Barbarossa – beides steht in Verbindung mit der Barbarossasage – besonders interessant. Danach stand ein Besuch der Kyffhäuserkaserne in Bad Frankenhausen auf dem Programm.
Ehemalige Kameraden von Dieter Pöppe hatten im Offizierscasino zunächst einen erstklassigen Brunch vorbereitet, der aber auch garnichts an Gaumenfreuden vermissen ließ. Danach folgten interessante Informationen durch den Standortfeldwebel, Stabsfeldwebel Heinzel, über den Wandel und den Neuaufbau der Kyffhäuserkaserne nach der Wiedervereinigung sowie eine Beschreibung der aktuellen Aufgabenstruktur.
Es schloss sich unter seiner Führung ein Rundgang durch das sehr moderne Kasernengelände an. Weiter ging es dann zum Panoramamuseum bei Bad Frankenhausen, das auch gern als Bauernkriegsmuseum bezeichnet wird. Wesentlicher Teil des Museums ist ein monumentales Panoramabild über den Bauernkrieg des Leipziger Malers und Kunstprofessors Werner Tübke.
Es befindet sich in einem eigens dafür errichteten Gebäudekomplex, dem Panorama Museum, auf dem Schlachtberg bei Bad Frankenhausen am Fuße des Kyffhäusergebirges. Das Werk entstand in den Jahren 1976 bis 1987, ursprünglich zum Gedenken an den Deutschen Bauernkrieg und den Bauernführer Thomas Müntzer. Mit einer Fläche von 1722 m² zählt es zu den größten Tafelbildern der Welt.
Durch einen sehr sachkundigen Vortrag wurden während des Besuchs Szenen des Panoramabildes sehr ausführlich erläutert und trugen so wesentlich zum Verständnis des Gesamtkunstwerkes bei. Danach wurde noch eine Kaffeepause am Fuße des Kyffhäuser Denkmals eingelegt, bevor dann die Rückreise über Ellrich und Bad Sachsa erfolgte. In Münchehof angekommen, hatte das Team der „Harzklause“ alles für einen gemütlichen Abschlussabend vorbereitet.
Bei Schnitzel und Spargel satt ließen die 56 Teilnehmer dieser sehr interessanten Exkursion den Tag ausklingen.