Feierstunde an der „Eiche der Deutschen Einheit“

Der neu gewählte Vorsitzende des Heimatvereins, Dieter Pöppe, in einer feierlichen Ansprache an die Zeit der deutschen Teilung und deren Überwindung.
 
Mit der von allen Teilnehmern unter musikalischer Begleitung des Musikduos gemeinsam gesungenen dritten Strophe des Liedes der Deutschen fand dann der offizielle Teil der Gedenkfeier seinen Abschluss. Beim anschließendem Umtrunk herrschte entspannte Stimmung bei bestem Wetter.

Münchehöfer erinnerten sich am 3. Oktober erneut des welthistorischen Ereignisses 1989

Auch in diesem Jahr war es wieder eine stattliche Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern aus Münchehof, die sich nahe des Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrums traf, um sich des Tages zu erinnern, der in die Geschichtsbücher als Tag der Wiedervereinigung Deutschlands einging. Eingeladen hatte erneut der Heimatverein Münchehof dessen Vorstand und Mitglieder vor zehn Jahren aus Anlass des zehnten Jahrestages an dieser Stelle eine Eiche pflanzten, die seitdem als „Eiche der Deutschen Einheit“ Bedeutung erlangt hat. Seit 2009 kündet auch ein Gedenkstein, der von der Steinbildhauerin Dagmar Uthe kunstvoll gestaltet wurde, von diesem welthistorisch einmaligen Ereignis.
In diesem Jahr erinnerte der neu gewählte Vorsitzende des Heimatvereins, Dieter Pöppe, in einer feierlichen Ansprache an die Zeit der deutschen Teilung und deren Überwindung. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde diesmal von dem Musikduo Klaus Beermann (Tenorhorn) und Mario Müller (Trompete). Sie waren es auch, die die Gedenkstunde mit dem Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“, dessen anrührende Melodie Dmytri Bortniansky komponiert hat, feierlich eröffneten.
Zu Beginn seiner mit großer Aufmerksamkeit verfolgten Rede brachte Dieter Pöppe seine Freude über die gute Beteiligung zum Ausdruck und hieß den Landtagsabgeordneten Rudolf Götz, den Ehrenvorsitzenden und Ortsbürgermeister Joachim Pedroß, aber auch den Geburtstagsjubilar Erwin Mitzinneck, besonders herzlich willkommen. Sodann erinnerte er daran, dass sich just an diesem Tag zum 22. Mal der Tag der Deutschen Einheit jährt und betonte, dass sich manch einer fragen mag, ob denn Festakte dieser Art jedes Jahr sein müssten.
Er selbst beantwortete diese Frage mit einem klaren Ja. Dieter Pöppe: „Der 3. Oktober bleibt uns Mahnung und Auftrag, und das in jedem Jahr. Er ist ein Festtag für die Freiheit. Ein Tag, der mahnend daran erinnert, dass Freiheit erkämpft werden muss, ohne Gewalt, aber mit Mut“. Pöppe wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass 15 Millionen Deutsche erst nach der Wiedervereinigung das Licht der Welt erblickt haben und weitere fünf Millionen noch zu jung waren, um die bewegenden Ereignisse der Jahre 1989/90 zu verstehen.
Umso wichtiger sei es, wenigstens einmal im Jahr, am Tag der Deutschen Einheit, an die Ereignisse von damals zu erinnern; vor allem daran, dass es die Menschen in der DDR waren, die sich Freiheit und Einheit erkämpft haben.
Dieter Pöppe machte aber auch deutlich, dass mit der Grenzöffnung für viele Menschen aus Ost und West neue Lebensumstände und Erfahrungen im privaten, vor allem aber im beruflichen Bereich, verbunden waren. Und so wußte er von den eigenen Erfahrungen zu berichten, die er damals als aktiver Soldat im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur Aufnahme möglicher Aussiedler sammeln konnte und wie er dann frische Lebensmittel, die für diesen Fall vorsorglich beschafft worden waren, in mehreren spontanen Aktionen Bürgern der DDR, die mit ihren Trabis auf den Parkplätzen an den Autobahnen eine Pause einlegten, zu seiner und zur Freude der angetroffenen Ostdeutschen Bananen, Äpfel , aber auch Schokolade, verteilte. Ganz selbstverständlich erinnerte er in seinem Rückblick auch noch einmal an die wichtigsten Daten des Vereinigungsprozesses von der Grenzöffnung bis hin zur vollen staatlichen Souveränität am 15. März 1991. Mit der von allen Teilnehmern unter musikalischer Begleitung des Musikduos gemeinsam gesungenen dritten Strophe des Lieder der Deutschen fand dann der offizielle Teil der Gedenkfeier seinen Abschluss. Auch diesmal lud dann der Heimatverein zu einem feierlichen Umtrunk bei wunderschönem herbstlichen Wetter unter der Eiche der Deutschen Einheit ein, wovon natürlich gern Gebrauch gemacht wurde und womit so mancher Gedankenaustausch verbunden war.