Fröhliches Dorffest bis weit nach Mitternacht gefeiert

Die Vorführung der Kinder des Kindergartens und der Grundschule erfreute die Besucher besonders.
 
Das riesige Kuchenbuffet lud zum Schlemmen ein.

Die zur Festhalle umfunktionierte Sporthalle platzte aus allen Nähten

Münchehof (Pe). „Wie lieblich ist der Maien aus lauter Gottesgüt, des sich die Menschen freuen, weil alles grünt und blüht“. So wie in diesem Kirchenlied, das auch in diesem Jahr bei dem ökumenischen Gottesdienst erklang, hatten sich die Organisatoren die Stimmung auf dem Dorfplatz beim diesjährigen Dorffest vorgestellt. Doch das Wetter zog einen dicken Strich durch dieses Vorhaben und so wurde die Festivität kurzerhand nach drinnen verlegt. Die bunten Bänder des neu geschmückten Kranzes am Vereinsbaum auf dem Dorfplatz – nicht wie sonst von vielen Augenpaaren bewundert – wogen im Wind und Regen vor sich hin, derweil sich viele Münchehöfer und Gäste aus nah und fern, im Dorfgemeinschaftshaus auf der überdachten Terrasse und der festlich mit frischen Birkengrün und Fliedersträußen geschmückten Sporthalle ein Stelldichein gaben.
Eingeläutet wurde das Fest mit einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst, der von Pfarrerin Melanie Mittelstädt und Diakon Wolfgang Heider gestaltet und vom Propstei-Posaunenchor Seesen und an der Orgel von Friedel Daprá musikalisch umrahmt wurde. Diesmal stellten die Seelsorger in Lesung und Predigt das Gleichnis vom guten Hirten in den Mittelpunkt. Zur Freude aller Beteiligten war bereits beim Gottesdienst die Sporthalle gut besucht – als dann die Kindergarten- und Schulkinder in die Halle strömten, entwickelte sich ein fröhlich buntes Treiben. Grund genug für Ortsbürgermeister Joachim Pedroß namens des Ortsrates und der ausrichtenden Vereine in seiner Begrüßung seine Freude über den guten Besuch zum Ausdruck zu bringen und allen Beteiligten für das großartige Engagement bei der Ausgestaltung des Festes zu danken.
Derweil hatten die Kinder des Münchehöfer Kindergartens und der Grundschule bereits Aufstellung genommen und erfreuten die Besucher unter tüchtiger Begleitung ihrer Erzieherinnen, Lehrerinnen und Horst Heinecke mit seinem Akkordeon mit fröhlichen Liedern. Diese, mit rhythmischen Bewegungen verbunden, zogen die ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich und wurden mit donnerndem Applaus der Zuhörer belohnt.
Später dann konnten alle Kinder bei den abwechslungsreichen Angeboten, die sorgsam vom Team des Kindergartens unter Leitung von Sabine Wendt vorbereitet waren, ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Derweil ließen sich die Erwachsenen auf der Terrasse oder im Festsaal so richtig verwöhnen. Ein riesiges Kuchenbuffet, mit selbstgebackenen und von Vereinsmitgliedern gespendeten Kuchen und Torten, lud zum Schlemmern ein, während Mitglieder des „Teams Märchenstraße“ mit köstlichen Grillspezialitäten aufwarteten. Den Getränkestand hatte diesmal der Heimatverein übernommen und schon bald nach dem Gottesdienst hieß es denn auch „angezapft ist“.
Als nächster Höhepunkt folgte dann der Auftritt des Musikvereins Rhüden von 1901, der für die nächsten zwei Stunden mit einem bunten Melodienstrauß unter der professionellen Stabführung ihres neuen Dirigenten so manchen Ohrenschmaus erklingen ließ. Während der Pause entführte dann eine Sportgruppe des TSV mit gekonnten Tanzeinlagen unter der Regie von Silke Raake ihre Zuschauer nach Lateinamerika, denn Zumba ist ein Tanz-Fitness-Programm, das von lateinamerikanischen Tänzen beeinflusst wird. Klar, dass die heißen Rhythmen und eleganten Bewegungsabläufe akustisch wie optisch bei allen Zuschauern Sinnesfreuden auslöste.
Am Abend ging dann die Party so richtig los. Mit viel Mühe hatten zwischenzeitlich Lars Bock und Florian Meier eine Technik in der Festhalle aufgebaut, die auch allerhöchsten Ansprüchen genügte. Dorothea Uthe-Meier und Alexandra Meier eröffneten nach einer kurzen Anmoderation, in der Ortsbürgermeister Joachim Pedroß das Jury-Mitglied Annette Link als „den Dieter Bohlen Münchehofs“ bezeichnete, die Karaoke-Party, die sich sehr schnell als eine ausgesprochene Super-Show gestaltete. Unter den kritischen Augen der Jury, bestehend aus Alexandra Meier, Annette Link und Dorothea Uthe-Meier, ging es dann Schlag auf Schlag. Nachdem anfangs noch ein wenig Scheu zu regis­trieren war, konnten sich die Organisatoren dann vor Anmeldungen nicht mehr retten. Unter dem Motto „Das Dorf singt“ und „Das Dorftalent – sing dein Ding“ startete eine Gruppe nach der anderen.
Den Anfang machte das jüngste Münchehöfer Sänger-Sextett mit Nike Jacobs, Matz Raake, Till Raake, Maslon Fuhrmann, Timon Fuhrmann und Emil Wagner (alle fünf bis sechs Jahre alt) mit dem bekannten Schlager „Ich war noch niemals in New York“. Von da an waren alle Dämme gebrochen. Gemischte Trios oder Männerquartetts, selbst Sabine Wendt und Joachim Pedroß als Bürgermeister-Duo ließen es sich nicht nehmen, ihr gesangliches Können unter Beweis zu stellen. Und so nahm das lustige und unterhaltsame Dorffest seinen gewünschten Verlauf bis erst lange nach Mitternacht die Lichter in der Dorfgemeinschaftsanlage und der Sporthalle erloschen.