Fühlparcours im „Grünen Klassenzimmer“

Fühlparcours angelegt: Schülerinnen und Schüler der BBS2 Osterode helfen mit...

Ganztagsgrundschule Münchehof bekommt wertvolle Hilfe von Schülern der Berufsbildenden Schulen Osterode

Es ist eher ein mühsamer Weg, wenn eine Schule beschließt, Ganztagsschule zu werden. „Ohne die Mithilfe vieler engagierter Menschen als Kooperationspartner ist dieser Weg kaum zu bewerkstelligen“, sagte die Leiterin der Grundschule Münchehof, Nadine Kristen. Sie ist stolz, durch die Mithilfe von Schülerinnen und Schülern des Berufsvorbereitungsjahres Bau- und Farbtechnik der BBS2 Osterode am Harz einen weiteren Meilenstein gesetzt zu haben.
„Wir würden unseren Schülerinnen und Schülern gern ein „Grünes Klassenzimmer“ bieten können, in dem der Unterricht im Sommer auch mal in der Natur stattfinden kann“, sagte die Rektorin. Das Kollegium der Grundschule hatte in diesem Punkt genaue Vorstellungen, was die Ausgestaltung anging. Ein Wunsch der Pädagogen war es, die Sinne durch einen Fühlparcours zu stärken. Aber wie soll dieser Parcours gebaut werden?
Aus einer Idee wuchs ein kleines Projekt, und der Kooperationspartner wurde die Berufsbildende Schule 2 in Osterode. Im Rahmen des Fachtheorieunterrichts beschäftigten sich die Schüler zusammen mit ihrem Klassenlehrer Jan Kristen mit dem geplanten Vorhaben. Es wurde überlegt, welche Materialien verarbeitet werden können, welche Form der Parcours erhalten kann, welche Arbeitsschritte nötig sind und welche Werkzeuge zum Einsatz kommen?
Für Schülerinnen und Schüler der Berufsvorbereitung erst einmal eine ganz neue Herausforderung. Im Rahmen des fachpraktischen Unterrichts wurden erste Übungen zum Setzen von Betonborden zusammen mit Lehrer Werner Sonntag geübt. Die Schüler zeigten schnell großes Geschick und Interesse an dem Projekt.
An zwei Schultagen wurde der Unterricht dann von Osterode nach Münchehof verlagert. Werkzeuge und Arbeitsgeräte wurden auf einen Anhänger geladen und mit dem schuleigenen Bus transportiert.
Die Schüler steckten die Fläche für den späteren „Fühlparcours“ ab, spannten Schnüre, trugen den Mutterboden ab, stellten Beton her und setzten die Borde an der Schnur entlang.
Zur ersten Pause in der Grundschule dauerte es nicht lange, bis die ersten Kleinen den Schulbus und dann den Bodenaushub ausfindig gemacht hatten. Aufgeregt löcherten sie die Schüler aus Osterode, um herauszubekommen, warum hier ein „Loch“ gegraben wird. Nachdem Nadine Kristen aufklären konnte, was auf der Grünfläche der Schule entsteht, ließen es sich die Grundschüler natürlich nicht nehmen, sich zusammen mit den größeren Schülern zum Erinnerungsfoto aufzustellen.