Hanna Kopischke plädiert für Erhalt kleinerer Grundschulen

Hanna Kopischke steht Bürgerinnen und Bürgern aus Münchehof Rede und Antwort. (Foto: bo)
 
André Rott begrüßt die Gäste, besonders Hanna Kopischke, Michaela Meyer (Ortsvereinsvorsitzende) und Joachim Pedroß. (Foto: bo)

Viele Anregungen beim Bürgerforum in Münchehof entgegengenommen

Münchehof (bo). Ihr neuntes Bürgerforum in Folge führte jetzt die Bürgermeisterkandidatin Hanna Kopischke nach Münchehof. Im Dorfgemeinschaftshaus stand sie nach einem kurzen Statement den interessierten Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort und nahm natürlich auch so manchen Wunsch entgegen. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Abteilungsvorsitzenden André Rott stellte sich Hanna Kopischke zunächst ihren Gästen vor und berichtete, dass sie nach einem Studium der Betriebswirtschaft an der Universität Göttingen zusätzlich Pädagogik studiert und das Diplom als Handelslehrerin erworben habe. Seit 2001 sei sie als Schulleiterin den Berufsbildenden Schulen Bad Harzburg/Clausthal-Zellerfeld tätig und habe dadurch, aber auch durch die frühere Tätigkeit bei der Bezirksregierung, mannigfache Verwaltungserfahrungen sammeln können. Kommunalpolitische Erfahrungen habe sie unter anderem während ihrer Mitgliedschaft im Rat der Stadt Seesen erworben. Wegen der starken Bindungen zu Seesen sei es der Wunsch ihrer Familie, nach ihrer Wahl zur Bürgermeisterin wieder zu den Wurzeln zurückzukehren und in Seesen zu leben und zu wirken.
Sodann ging Hanna Kopischke auf die Schwerpunkte ein, die sie sich als Bürgermeisterin von Seesen vorgenommen habe. Dabei stehe an erster Stelle eine aktive Wirtschaftsförderung. Die Stärkung vorhandener Betriebe und die Ansiedlung neuer Arbeitsplätze habe neben der Schaffung möglichst vieler Ausbildungsplätze oberste Priorität. „Dabei müssen“ – so Hanna Kopischke – „die Vorteile unserer Infrastruktur mit der geradezu idealen Verkehrsanbindung sowohl in Nord-Süd- als auch in Ost-West-Richtung noch besser als bisher genutzt werden.“ Betriebe in Sichtweite der Autobahn anzusiedeln, wie es viele Städte und Gemeinden praktiziert haben, müsse dabei vorrangig betrieben werden. Wichtig sei es auch, die Bildungsangebote in Seesen zu erhalten, und da – wo es angezeigt erscheint – weiter auszubauen. Kleine Schulen – wie etwa die Grundschule Münchehof – gelte es, auch unter Berücksichtigung rückläufiger Schülerzahlen, zu erhalten. Besonders will sich Hanna Kopischke im Falle ihrer Wahl um die Stärkung der Ehrenamtlichkeit kümmern und dabei Erkenntnisse aus dem ersten kürzlich veranstalteten gemeinsamen Forum umsetzen. Schließlich sprach sie das Thema Energiepolitik an und machte deutlich, dass sie alle Kraft einsetzen werde, sich für den Einsatz regenerativer Energien zu engagieren, wo immer dies möglich sei.
In der sehr konstruktiv geführten Diskussion machten anwesende Bürger unter anderem darauf aufmerksam, dass es wichtig sei, die Öffnungszeiten der Kindertagesstätten den betrieblichen Notwendigkeiten berufstätiger Eltern noch besser als bisher anzupassen, darauf zu achten, dass im Gesundheitswesen nicht auf Kosten von Mitarbeitern und Patienten gespart werde und dass die 380-kV-Leitung in Seesen unter die Erde gehöre. Themen, die, so Hanna Kopischke, auch bei ihr auf der Agenda ganz oben stünden.
Im Anschluss an die Ausführungen von Hanna Kopischke und nach Abschluss der Diskussion ging Ortsbürgermeister Joachim Pedroß kurz auf die Ziele der SPD Münchehof ein, wobei er zusicherte, die bewährte Arbeit in und für Münchehof fortsetzen zu wollen. In der nächsten Legislaturperiode sollen nach seinen Ausführungen vorrangig folgende Ziele verwirklicht werden:
– Erneuerung beziehungsweise Ausbau von Dorfstraßen und Gehwegen
– Erhalt von Kindergarten, Schule, Sportstätten, Dorfgemeinschaftsanlagen, Spiel- und Dorfplätzen
– Sicherstellung der Verkehrsanbindung an die Mittel- und Oberzentren der Region
– Beibehaltung der Jugendförderung
– Fortführung der bewährten Seniorenarbeit
– Neue Akzente im Bereich erneuerbarer Energien zur Verbesserung des Umweltschutzes
– Engagement im Rahmen des Projektes „Unser Dorf soll schöner werden“
– Fortsetzung des gepflegten Umgangs mit ortsansässigen Betrieben und Institutionen, damit weiterhin ein Klima des Vertrauens besteht, Arbeitsplätze gesichert werden und Geschäfte und Dienstleister am Ort bleiben.