Heimattag erfreute sich eines großen Zuspruchs

Lothar Sander kredenzt seinen berühmten Erbseneintopf. (Foto: Pedroß)
 
Feierstimmung beim Heimattag im ehemaligen Gotteshaus. (Foto: Pedroß)

Trotz Verlegung kamen zahlreiche Besucher / Feierlicher Gottesdienst, deftige Erbsensuppe und Musik

Münchehof (Pe). Bereits Tage zuvor war die Entscheidung gefallen: Die ungünstigen Wetterprognosen für den letzten Sonntag veranlasste die Organisatoren des Heimatvereins bereits rechtzeitig, eine Verlegung der Veranstaltungen vorzunehmen. Und so fand dann auch der ökumenische Gottesdienst, mit dem der Heimattag des Vereins alljährlich eröffnet wird, nicht – wie vorgesehen – an der Gedenkstätte der Margareten-Kapelle, sondern in der St.-Antonius-Kirche zu Münchehof und der anschließende Heimattag in der benachbarten, bereits 2007 profanierten ehemaligen katholischen Kirche „Zur heiligen Familie“ statt. Den Verantwortlichen des Heimatvereins, allen voran des Vorsitzenden Dieter Pöppe, war jedenfalls die Erleichterung ob dieser Entscheidung anzumerken, zumal trotz der Verlegung sich beide Veranstaltungen einer ausgesprochen guten Beteiligung erfreuten.
So war es denn auch nicht verwunderlich, dass er bereits zu Beginn des Gottesdienstes und gleich nach dem musikalischen Auftakt durch den Posaunenchor der Propstei Seesen gern die Gelegenheit nutzte, auch im Namen seiner vielen Mitstreiterinnen und Mitstreiter erneut eine große Gäs­teschar zu vormittäglicher Stunde zunächst beim Gottesdienst und später beim geselligen Beisammensein begrüßen zu können.
Besonders herzlich hieß er seinen Vorgänger, den jetzigen Ehrenvorsitzendes des Vereins und Ortsbürgermeister Joachim Pedroß, sowie Pfarrerin Melanie Mittelstädt, Diakon Wolfgang Heider, den Posaunenchor Seesen und die Liedertafel Münchehof mit ihrer Vorsitzenden Hanna Rott und dem Chorleiter Richard Koczielny, willkommen. Besondere Dankesworte richtete er an die Liedertafel und an den Propsteiposaunenchor, die diese Veranstaltungen nunmehr zum fünfundzwanzigsten Mal musikalisch begleiten. Kurz ging Dieter Pöppe darauf ein, dass die 750. Wiederkehr der ersten urkundlichen Erwähnung am 15. Oktober 1985 Veranlassung war, die Stätte der ehemaligen Kapelle, die ihren Namen der Schutzheiligen der Zisterzienser, der Heiligen Margarete, verdankte, und später als Wallfahrtskirche diente, eine Erinnerungsstätte zu schaffen. Inzwischen könne man auf die 777. Wiederkehr der ersten urkundlichen Erwähnung zurückschauen. Da man nicht an der Gedenkstätte verweilen könne, habe man sich kurzerhand entschlossen, das Modell der Margareten-Kirche, das der Verein bereits 1988 für einen Festumzug erstellt habe, in der Katholischen Kirche auch zur Anschauung aufzustellen, so Dieter Pöppe.
Der feierliche Gottesdienst stand dann, sicherlich auch wegen der ursprünglichen Absicht, den Gottesdienst an der Margareten-Kapelle und somit in Gottes freier Natur durchzuführen, ganz im Zeichen der wundersamen Schöpfung unserer Welt mit ihrer wunderbaren Natur und der schützenswerten Umwelt. In der Predigt und in den Gebeten unterstrichen Pfarrerin Melanie Mittelstädt und Diakon Wolfgang Heider, dass mit der Schöpfung die Natur und die Umwelt für die Gesundheit und zur Freude aller geschaffen wurde und dass sie uns, und den nachfolgenden Generationen anvertraut wurde, um sie zu schützen und zu bewahren. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst wie in den Jahren zuvor durch den Propsteiposaunenchor Seesen diesmal unter Leitung von Christian Riegert und durch Liedvorträge der Liedertafel Münchehof unter der bewährten Stabführung von Richard Koczielny. Mit den Liedern „Herr, deine Güte..“, Großer Gott, wir loben dich“ und „Musik sprengt alle Grenzen“ konnte die Liedertafel ebenso wie der Posaunenchor auch diesmal wieder wirkungsvoll zur musikalischen Ausgestaltung des Gottesdienstes beitragen
Nach dem Gottesdienst hatte Lothar Sander auf dem gepflegten Gelände der ehemaligen Katholischen Kirche, die nach der Profanierung und einem kürzlich erfolgten Besitzerwechsel erstmals für weltliche Veranstaltungen zur Verfügung gestellt wurde und sich bestens bewährte, bereits eine zünftige Erbsensuppe vorbereitet und tüchtige Mitstreiterinnen des Heimatvereins hielten die passenden Durstlöscher, Schmalz- und Käsebrote und später auch Kaffee und selbstgebackenen Kuchen bereit, und verwöhnten damit die vielen Gäste des Heimatvereins. Als dann die „Harmonika Freunde“ aus Sebexen auf ihren Musikinstrumenten und mit gesanglicher Begleitung die ersten Evergreens erklingen ließen und zum Mitsingen und Mitschunkeln einluden, stand einem fröhlichen Verlauf eines geselligen Heimatnachmittags, der natürlich auch mit vielen die Dorfgemeinschaft fördernden Gesprächen verbunden war, nichts mehr im Wege. Klar, dass nach einem so gelungene Tag der Vorsitzende Dieter Pöppe und sein tüchtiges Team ein durchweg positives Resümee zogen und schon jetzt zusicherten, auch im nächsten Jahr wieder zu solchen Veranstaltungen einzuladen.