Irischer Baugigant übernimmt Fels

Kalkwerk beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter und hat 13 Werke in Deutschland. (Foto: Xella)

Cement Roadstone Holding hat den Betrieb für 600 Millionen erworben

Die unruhigen Zeiten bei den Fels-Werken mit Hauptverwaltung in Goslar scheinen vorerst beendet. Die Xella-Gruppe hatte Mitte des Monats bekannt gegeben, „die Geschäftseinheit Fels an einen industriellen Käufer mit Sitz in Europa zu verkaufen“. Mittlerweile sind die Transaktionsdetails wie Käufer oder Kaufsumme bekannt. Die irische Cement Roadstone Holding hat den Betrieb für 600 Millionen erworben. Die Übernahme ist mittlerweile bestätigt.
Fels, als einer der führenden europäischen Anbieter für hochwertig gebrannte und ungebrannte Kalkprodukte, beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter und betreibt 13 Werke in Deutschland, der Tschechischen Republik und Russland. In der Goslarer Hauptverwaltung gibt es etwa 100 Angestellte. Ebenfalls 100 Menschen sind im Kalkwerk Münchehof beschäftigt. Am Standort Münchehof werden seit 1938 hochwertige Kalksteine im Tagebau Winterberg gewonnen und im Werk zu Kalk- und Kalksteinprodukten veredelt. Kalksteinschotter, -splitte, -grieße, -mehle und Mineralgemische finden im Straßenbau, als Betonzuschlagstoff, in der Putz- und Mörtelindustrie, in der Eisen- und Stahlindustrie sowie im Umweltschutz Verwendung. In zwei Ofengruppen mit jeweils vier Öfen wird aufbereiteter Kalkstein gebrannt.
Nach 15 Jahren trennen sich mit dem Erwerb des irischen Eigners nun also die Wege von Xella und Fels. Über die Gründe, warum man das „hoch profitable Unternehmen Fels“, das im Geschäftsjahr 2016 Umsatzerlöse in Höhe von 265 Millionen Euro erwirtschaftete, nun veräußert, kann weiterhin nur spekuliert werden.