Kinder erforschen den Winterberg

Die Kinder zeigten sich von der Größe des „SKW“ tief beeindruckt, links: Jörg Knackstedt, Werner Fuchs, rechts Matthias Lenz.

380 Millionen Jahre Geschichte/ Ferienpassaktion bei FELS in Münchehof

Wie in den letzten elf Jahren zuvor, so beteiligt sich der Heimatverein Münchehof auch in dieser Saison wieder mit verschiedenen Angeboten an den Ferienpass-Aktionen der Stadtjugendpflege. Jetzt stand zum sechsten Mal in Folge ein besonders interessantes Angebot auf dem Programm, das wiederum auf großes Interesse stieß und sehr schnell komplett ausgebucht war. Auch diesmal war wieder ein Besuch bei den FELS-Werken in Münchehof und die Erforschung des Winterberges angesagt.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Heimatvereins, Dieter Pöppe, der gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Werner Fuchs auch im weiteren Verlauf als Betreuer für die beteiligten Kinder zur Verfügung stand, ließ es sich der langjährige, sehr erfahrene Mitarbeiter der Fels-Werke, Matthias Lenz, der diesmal auf die Unterstützung seines Kollegen Jörg Knackstedt bauen durfte, nicht nehmen, die Kinder in dem schmucken Konferenzraum willkommen zu heißen und ihnen viel über die Kalkgewinnung und –verarbeitung sowie über die Verwendung von Kalk im täglichen Leben zu erzählen.
Dann ging es mit Kleinbussen und unter fachkundiger Führung durch Matthias Lenz und Jörg Knackstedt in den riesigen Steinbruch des Winterberges. Hier entstand vor rund 380 Millionen Jahren, also in dem erdgeschichtlichen Zeitalter, das man das Devon nennt, ein riesiges Kalkmassiv, das als Atollriff durch kleine Korallentierchen, Algen und anderen Lebewesen aufgebaut und gebildet wurde.
In dem wohl größten Steinbruch des Westharzes angekommen, wurde dann den interessierten Kindern durch Matthias Lenz sehr fachkundig und kindgerecht vermittelt, wie Sprenglöcher gebohrt und haushohe Wände gesprengt werden und wie dann der Transport des Materials mit den riesigen Schwerkraftfahrzeugen, die durchweg rund 100 Tonnen Material aufnehmen können, zur Brecheranlage erfolgt.
Nach diesen aufsehenerregenden Eindrücken, die die Kinder ins Staunen versetzte, war dann die Gelegenheit gegeben, in verschiedenen Abbaugebieten selbst Mineralien aus der Entstehungszeit zu sammeln. Ausgerüstet mit kleinen Hämmerchen und Meißeln und motiviert durch die fachkundigen Informationen von Matthias Lenz und Jörg Knackstedt machten sich die Kinder mit Begeisterung ans Werk. Die meisten von ihnen wurden natürlich auch bald fündig und waren stolz, ihre selbst gesammelten oft mit Fossilien besetzten Steine nach Hause tragen zu können.
Und so wurde eine Brücke in eine Zeit geschlagen, als sich das Leben auf unserem Planeten zu entwickeln begann. Zum Abschluss der Veranstaltung hatten die Teilnehmer bei Cola und Fanta noch hinreichend Gelegenheit, Fragen zu stellen, die Matthias Lenz umfassend beantwortete.
Klar, dass am Ende alle Teilnehmer begeistert waren und Dieter Pöppe gern die Gelegenheit nutzte, dem Werkleiter Dipl. Ing. Manfred Reißig für die erneute Gastfreundschaft und Matthias Lenz und Jörg Knackstadt für die sehr professionelle und dennoch kindgerechte Führung zu danken. Pe