Mittelanforderungen zugestimmt

Ortsrat Münchehof: Interner Dorfwettbewerb findet Anfang September statt

Zur zweiten Sitzung in diesem Jahr trafen sich jetzt die Mitglieder des Ortsrates Münchehof in der Gaststätte Harzklause. Besonders im Fokus dieser Sitzung stand die Mittelanforderung für den Haushaltsplan 2015 und die Durchführung des internen Dorfwettbewerbes im Rahmen der Aktion „Unser Dorf soll schöner werden“.
Nach der Begrüßung durch die Ortsbürgermeisterin Dorothea Uthe-Meier nutzte ein Gast zunächst die Möglichkeit der Einwohnerfragestunde, und berichtete von Durchfahrtsproblemen im Bereich der Straße Unterdorf. Durch parkende Autos neben der Kirche Sankt Antonius würde immer wieder der Straßenverkehr behindert, was besonders für die anliegenden Landwirte mit ihren Maschinen ein Problem darstelle. Die Problematik ist auch den Ortsräten bekannt, so dass die Möglichkeit eines Halteverbots für diesen Straßenabschnitt geprüft werden soll.
Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit und Genehmigung der Tagesordnung sowie des Protokolls nahm die Versammlung mit dem Bericht der Ortsbürgermeisterin rasch ihren Verlauf. Dorothea Uthe-Meier berichtete zunächst von dem sehr gelungenen Dorffest im Mai und der hervorragenden Erlebnisfahrt der Senioren im Juni (der „Beobachter“ berichtete).
Die ehemalige Deponie am Bärenkampe wird in absehbarer Zeit bezüglich der Grundwassergefährdung nicht neu bewertet. Schon in der letzten Sitzung beschäftigte sich der Ortsrat mit dieser Sachlage. Es bestand die berechtigte Vermutung, dass durch die scheinbar unprofessionelle Durchforstung dieses Waldstückes vermehrt Sickerwasser ins Grundwasser eingetragen wird.
Der Landkreis Goslar, Fachbereich Bodenschutz, äußerte sich jetzt dazu und teilte mit, dass es nach Auswertung der eingesandten Bilder und der Unterlagen unwahrscheinlich sei, dass die Forstarbeiten zur Erhöhung des Sickerwassers führen, und es demnach in absehbarer Zeit keine Untersuchung durch einen Sachverständigen geben wird.
Des Weiteren berichtete die Ortsbürgermeisterin von dem Vorhaben der Telekom, den Telefonstandort an der Thüringer Straße aus Gründen der Unwirtschaftlichkeit zu schließen. Natürlich wird der Ortsrat in einer Stellungnahme darauf drängen, dass der Standort erhalten bleibt.
Der Brunnen vor Sankt Antonius wurde erst kürzlich durch ehrenamtliches Engagement in Schuss gesetzt, und wird in Kürze wieder seinen Betrieb aufnehmen. Abschließend zog Dorothea Uthe-Meier ein rundum positives Resümee über das durchgeführte Public Viewing zur Fußballweltmeisterschaft. Die Veranstaltung wurde von den Bürgern sehr gut angenommen und darf durchweg als Erfolg gewertet werden. Dank der vielen ehrenamtlichen Helfer konnte ein guter Überschuss erwirtschaftet werden, der zu 100 Prozent an das Dorf zurückgeführt werden soll. Von einem Teil des Geldes soll in absehbarer Zeit die Terrassenüberdachung am Dorfgemeinschaftshaus erweitert werden, so dass in Zukunft auch der Grillmeister bei Regen im Trockenen stehen wird.
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde Einvernehmen darüber erzielt, in welcher Höhe Mittel für den Haushaltsplan der Stadt Seesen für das Haushaltsjahr 2015 angemeldet werden sollen. Nach einem Beschluss des Rates der Stadt stehen dem Ortsrat Münchehof Schlüsselmittel in Höhe von 2 Euro pro Einwohner und ein Sockelbetrag in Höhe von 750 Euro bei 1.538 Einwohnern, insgesamt also 3.826 Euro zur Verfügung. Im Vorjahr waren es bei 1.542 Einwohner 3.834 Euro.
Unter Berücksichtigung der eingesparten Mittel in 2013 in Höhe von 721 Euro verfügt der Ortsrat Münchehof für 2015 somit über ein Budget in Höhe von insgesamt 4.547 Euro. Diese Mittel sollen wie folgt Verwendung finden: Für die Dorfverschönerung wurden 900 Euro berechnet, Zuschüsse an Vereine werden mit 1.030 Euro berechnet, in die Jugendarbeit sollen 200 Euro fließen, die Seniorenfahrt beansprucht 700 Euro und zur besonderen Verwendung stehen dem Ortsrat 1.717 Euro zur Verfügung.
Der so von der Ortsbürgermeisterin vorgeschlagenen Mittelanforderung für das Haushaltsjahr 2015 wurde einstimmig zugestimmt. Als nächstes standen die Aktivitäten im Rahmen des internen Dorfwettbewerbes „Unser Dorf soll schöner werden“ auf dem Programm. Nachdem im letzten Jahr ein Kaffeetrinken für all diejenigen stattfand, die Blumenkübel im Ort ehrenamtlich betreuen, werden in diesem Jahr wieder die schönsten Häuser und Grundstücke prämiert. Der Termin für die Ortsbegehung wurde für den 5. September festgelegt. Mit Unterstützung durch einen Fachberater bilden die Gewinner des Vorjahres die Jury und werden die Häuser und Vorgärten, unter der Begleitung von Mitgliedern des Ortsrates, bewerten. Die Prämierung der Gewinner findet dann am 12. September mit einer Feierstunde im Dorfgemeinschaftshaus statt. Unter dem Punkt Verschiedenes wurden noch einige erforderliche Mäh- und Strauchschnittarbeiten diskutiert, und die Sitzung schließlich zeitig beendet.