Münchehöfer Schlachteessen fand erneut regen Zuspruch

 

Friedrich-Wilhelm Harenberg und Karlheinz Fischer erfreuten mit plattdeutschen Anekdoten und Geschichten

Münchehof (Pe). Zum fünften Mal in Folge und damit im Rahmen eines kleinen Jubiläums veranstaltete jetzt der Heimatverein Münchehof e. V. (HVM) sein Historisches Schlachteessen, das erneut in einen Plattdeutschen Abend eingebunden war. Auch in diesem Jahr erwies sich die Veranstaltung erneut als sehr erfolgreich, unterhaltsam und amüsant. In dem gut gefüllten Dorfgemeinschaftshaus wussten die Protagonisten des Abends, Karlheinz Fischer aus Engelade und Friedrich-Wilhelm Harenberg aus Rhüden, ein weiteres Mal ihre Zuhörer mit vielen plattdeutschen Geschichten und Anekdötchen in ihren Bann zu ziehen. Daneben sorgten die von Mitgliedern vorbereitete zünftige Schlachtesuppe und die von einer Stauffenburger Hofschlachterei köstlich vorbereiteten Hausschlachteplatten sowie die Atmosphäre im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus für eine fröhliche Stimmung unter den Heimatfreunden und Gästen.
Und so war es nicht verwunderlich, dass HVM-Vorsitzender Joachim Pedroß zu Beginn seine Freude über den guten Besuch zum Ausdruck brachte und alle Teilnehmer gleichermaßen herzlich willkommen hieß. Kurz ging er auf das „kleine Jubiläum“ ein und erinnerte daran, dass plattdeutsche Abende mit Friedrich-Wilhelm Harenberg bereits seit den 1990er Jahren und damit mehr als ein Jahrzehnt aus dem Terminkalender des HVM nicht wegzudenken seien. Seit nunmehr fünf Jahren gehöre auch Karlheinz Fischer nun schon zu den gern gesehenen Gästen. Und so galt sein besonderer Willkommensgruß den beiden „plattduitschen Frünnen“, die im Laufe des Abends große Aufmerksamkeit erlangten. Pedroß dankte den fleißigen Helfern für die umfassenden Vorbereitungen und leitete dann zum Schlachte-Essen über, das mit einer von Hanna Rott, Loni Beermann und Christa Fuchs nach alten Rezepten köstlich zubereiteten Schlachtesuppe begann, wofür sie einen ganz besonderen Applaus aller Anwesenden ernteten, und dann mit einer ebenso zünftigen Hausschlachteplatte mit Steek, Mett und frischer appetitlicher Wurst seine Fortsetzung fand. Der plattdeutsche Teil des Abends wurde unter der Regie der stellvertretenden Vorsitzenden, Ilse Bauerdorf, mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Kennt ji all dat nije Lied von Herrn Pastorn sin Kauh? und einigen von ihr hinzugedichteten Münchehof spezifischen Versen eingeleitet.
Der Reigen der plattdeutschen Geschichten und Anekdoten wurde dann von Friedrich-Wilhelm Harenberg mit Blick auf das bevorstehende Weihnachtsfest mit einer Geschichte eingeleitet, die sich mit der Suche nach dem richtigen Weihnachtsbaum befasste, und Karlheinz Fischer wusste anfangs anlassbezogen von alten Begebenheiten beim Hausschlachten zu berichten. Im weiteren Verlauf des Abends wurden nahezu alle dörflichen Begebenheiten aus früherer Zeit beleuchtet, wobei natürlich der berühmte Tante-Emma-Laden ebenso wenig ausgespart wurde wie die eine oder andere leicht süffisante Schlafzimmerbegebenheit. Und so verging die Zeit wie im Fluge, wobei die Lachmuskeln der Zuhörer auch an diesem Abend oft arg strapaziert wurden, und die Vortragenden immer wieder von kräftigem Applaus unterbrochen wurden. Klar, dass am Ende Joachim Pedroß und seine Stellvertreterin, Ilse Bauerdorf, seitens des HVM-Vorstandes Karlheinz Fischer und Friedrich-Wilhelm Harenberg für die tollen Geschichten und den Damen des HVM für die köstliche Suppe herzlich dankten. Es versteht sich von selbst, dass viele Mitglieder und Gäste des Heimatvereins in gemeinsamen Gesprächen noch gern den begonnenen Gedankenaustausch in angenehmer Atmosphäre fortsetzten.