Stephan Weil: „Innovationen, auf die man sehr stolz sein kann!“

Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Petra Emmerich-Kopatsch, Landrat Thomas Brych und weiteren Sozialdemokraten aus der Region besuchte Ministerpräsident Stephan Weil die Felswerke GmbH in Münchehof. Anlass für den Besuch war die Sorge des Unternehmens, dass die Neufassung des EEG eine zusätzliche, hohe Belastung für Fels darstellen würde.

Ministerpräsident besucht während seiner Harztour auch die Fels GmbH in Münchehof

Natürlich kannte der Ministerpräsident die Fels-Werke als Baustoff-Hersteller, aber wie viel weitergehender die Produktpalette des Unternehmens ist, das wurde Stephan Weil erst im Gespräch mit der Geschäftsführung deutlich.

Kalk ist existenziell für den Umweltschutz, für die Stahlherstellung, die Chemieindustrie, die Trinkwasseraufbereitung, die Luftreinhaltung und die Landwirtschaft.
Allein 2,5 Millionen Tonnen Kalkprodukte liefert Fels innerhalb Niedersachsens. Anlass für den Besuch war die Sorge des Unternehmens, dass die Neufassung des EEG eine zusätzliche, hohe Belastung für Fels darstellen würde. Die Landtagsabgeordnete Petra Emmerich-Kopatsch hatte den Ministerpräsidenten in Absprache mit den örtlichen Repräsentanten nach Münchehof eingeladen, um vor Ort Gespräche zu führen.

Befürchtung über eine
EEG-Neufassung konnten
ausgeräumt werden


Die berechtigte Befürchtung über eine EEG-Neufassung (Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien) konnte noch am selben Tag durch den Ministerpräsidenten Stephan Weil ausgeräumt werden. Er hatte Kontakt zur Bundesregierung aufgenommen, und bekam zur Auskunft, dass für den Kalkprodukte-Bereich keine weiteren Änderungen beabsichtigt seien. Ansonsten hätte das Land Niedersachsen noch kurzfristig interveniert, so Weil.
„Das ist eine gute Nachricht für die Fels-Werke", freute sich denn auch Emmerich-Kopatsch. „Wir brauchen die komplette Wertschöpfungskette der industriellen Produktion im Land und Fels ist ein sehr wichtiger Grundstofflieferant."
Auch der CO2-Emissionshandel lässt bei dem Mitglied der Geschäftsführung, Thomas Stumpf, der zugleich der Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie ist, nicht ruhen.
Er befürchtet nämlich weitere regulatorische Auflagen der EU und die Substitution heimischer Produkte durch Importe aus Ländern, in denen keinen Emissionshandel gibt. Weil versprach, diese Anliegen auf der europäischen Ebene eindringlich deutlich zu machen.

Besichtigung des Steinbruchs, der auch noch die nächsten
Jahrzehnte Rohstoffe liefert


Nachdem noch einige Innovationen vorgestellt wurden, wie zum Beispiel die Entschwefelung durch Kalkprodukte auf großen Kreuzfahrtschiffen und der nichtstaubende Mörtel (erhielt den deutschen Arbeitsschutz- Preis) ging es zu einer kurzen Besichtigung des Steinbruchgeländes, das auch über die nächsten Jahrzehnte genügend Rohstoff bietet, sofern die Rahmenbedingungen dafür sichergestellt sind.
MP Stephan Weil, MdL Petra Emmerich-Kopatsch, Landrat Thomas Brych sowie die lokalen SPD-Politiker Jochen Pedroß und Franz Meyer zeigten sich stark beeindruckt von der Themenvielfalt und sagten zu, alles zu tun, Fels als Unternehmen am Standort zu halten. Dr. Stumpf schloss mit den Worten „Fels wird sich weiterhin im Schulterschluss mit Politik und Wirtschaft für die Region einsetzen. Niedersachsen ist ein starker Wirtschaftsraum mit funktionierender Grundstoffindustrie.“
Ministerpräsident Stephan Weil befand zum Abschied: „Ich habe heute wieder einmal viel gelernt, und bin sicher, dass die Region oft verkannt wird. Hier sind absolute Innovationen, auf die man sehr stolz sein kann.“ Sprach es, stieg in seine schwarze Audi-Limousine, um weitere Harz-Termine vorzunehmen.