Volles Haus beim Historischen Schlachteessen

Auch das nunmehr neunte Schlachteessen des Heimatvereins stieß auf sehr gute Resonanz.
 
Dank des Vorstandes an Hanna Rott (links) und Loni Beermann (rechts).

Gelungene Fotopräsentation und eine Geschichte über das Schnapsbrennen sorgten für einige kurzweilige Stunden

Zum neunten Mal infolge veranstaltete jetzt der Heimatverein Münchehof sein Historisches Schlachteessen und auch dieses Mal war das Dorfgemeinschaftshaus bis auf den letzten Platz „ausgebucht“. Neben einer lustigen Geschichte über das Schnapsbrennen in der Nachkriegszeit stand diesmal eine sehr gelungene Fotopräsentation zum Thema „Landwirtschaft früher“ durch den Vorsitzenden im Mittelpunkt des Abends.

Und ganz selbstverständlich sorgten wieder die von Mitgliedern zubereitete zünftige Schlachtesuppe und die von einer Stauffenburger Hofschlachterei köstlich vorbereiteten Hausschlachteplatten, aber auch die diversen Durstlöscher sowie die Atmosphäre im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus, für eine sehr gesellige Stimmung unter den Mitgliedern des Heimatvereins.
Der unterhaltsame Abend wurde eingeläutet durch eine launig, fröhliche Begrüßungsansprache des Vorsitzenden Dieter Pöppe. Er brachte seine Freude über den guten Besuch zum Ausdruck und hieß alle Teilnehmer gleichermaßen herzlich willkommen. Ein besonderer Willkommensgruß galt der Ortsbürgermeisterin Dorothea Uthe-Meier mit ihren Ortsratskollegen Franz Maier und Tile Schilling, sowie dem Ehrenvorsitzenden Joachim Pedroß.
Und dann hieß es: „Suppe marsch“. Das ließen sich die tüchtigen Helferinnen des Vereins nicht zweimal sagen und kredenzten zum Auftakt die wiederum von Hanna Rott und Loni Beermann nach alten Rezepten köstlich zubereitete Schlachtesuppe mit Rosenkohl und Mettbällchen, bevor dann das gemeinsame Essen mit einer ebenso zünftigen Hausschlachteplatte mit Steak, Mett und frischer appetitlicher Hausschlachtewurst seine Fortsetzung fand. Es versteht sich von selbst, dass sich alle Gäste bei guter Unterhaltung das Essen nach Herzenslust munden ließen. Dass zur Verdauung neben den sonstigen Getränken auch das eine oder andere Schnäpschen gereicht wurde, ist schon aus Tradition untrennbar mit solchen Schlachtefesten verbunden.
Die Überleitung zum gemütlichen Teil des Abends lag dann in den Händen von Ilse Bauerdorf, die es wieder trefflich verstand, mit einer von ihr aus dem Plattdeutschen ins Hochdeutsche übersetzten Geschichte die Lacher auf ihre Seite zu ziehen. Die Geschichte handelte von Schnapsbrenn-Vorrichtungen, die in der Nachkriegszeit von vielen Leuten auf den Dörfern, aber auch in den Städten, selbst gebastelt wurden und bei der so ziemlich alle Früchte der Natur Verwendung fanden. Da dies verboten war, schritt anfangs natürlich auch ein Dorfpolizist ein, der jedoch nach einer ersten Kostprobe sehr bald häufig Durst verspürte und ständiger Gast der kleinen Privatbrennerei wurde.
Danach zeigte Dieter Pöppe in gewohnt gekonnter Weise eine Beamer-Präsentation zu dem Thema „Landwirtschaft früher“, wobei er seine sehr interessanten Ausführungen häufig mit kleinen Anekdoten und scherzhaften Witzen meist aus dem Bereich der Landwirtschaft aufzulockern verstand. In dem Vortrag erinnerte er daran, dass es früher sehr viele Nebenerwerbslandwirte – Mondscheinbauern – gab, die nach einem arbeitsreichen Tag sich dann noch um das Vieh und die Feldwirtschaft zu kümmern hatten.
Fotos mit dem früher typischen Misthaufen vor dem Haus, oder vom Pflügen und Ernten mit Ochsen- und/oder Pferdegespannen, über den Einsatz erster technischer Hilfen wie Balkenmäher oder Kartoffelhaspel, entführte die Betrachter in eine Zeit, die einige noch miterlebt aber dennoch längst vergessen zu haben glaubten. Es gab aber auch Fotos zu bestaunen, die an das jährlich notwendige „Rübenverziehen“ durch Kinder und Jugendliche erinnerten oder die eine Gruppe Landarbeiter zeigte, die nach anstrengender Arbeit während einer Pause in gemütlicher Runde beisammen saßen und sich während einer gemeinsamen Vesper für den nächsten meist anstrengenden Arbeitseinsatz stärkten.
Interessant waren aber auch die Fotos über die ersten größeren Maschinen und Traktoren, die in der Landwirtschaft eingesetzt und heute in moderner Form den Arbeitsalltag in der Landwirtschaft bestimmen.
Nach der Fotopräsentation sprach Dieter Pöppe kurz die nächsten Termine an und wies insbesondere auf die am 25. Juli 2015 vorgesehenen Feierlichkeiten aus Anlass des 30-jährigen Jubiläums hin. Dieses Jubiläum soll im Dorfgemeinschaftshaus und der angrenzenden Sporthalle zünftig gefeiert werden. Zum Abschluss bedankten sich Dieter Pöppe und seine Stellvertreterin Bärbel Karges noch einmal bei allen tüchtigen Helferinnen und Helfern, wobei sie im Namen aller Gäste einen ganz besonderen Dank Hanna Rott und Loni Beermann aussprachen und ihnen als sichtbares Zeichen des Dankes ein kleines Geschenk überreichten. Klar, dass viele der anwesenden Vereinsmitglieder noch bis in den späten Abend hinein bei freundschaftlichen Gesprächen gern beisammen blieben.