Ein Punkt für die Moral

Nordharzliga: TSV Münchehof muss späten Ausgleich hinnehmen

Der TSV Münchehof erkämpfte sich in Clausthal ein 2:2-Unentschieden. Kurz vor Schlusspfiff erzielen die Gastgeber den aus Münchehöfer Sicht bitteren Ausgleichstreffer.

Bei aller Tragik ist der Punktgewinn dennoch ein Schritt in die richtige Richtung.
Am Sonntag stand der TSV kurz vor dem so wichtigen Dreier im Abstiegskampf. Nachdem die Ahfeldt-Schützlinge ihre Feldüberlegenheit trotz hochkarätiger Chancen in der ersten Hälfte noch nicht in Zählbares ummünzen konnten, erzielte TSV-Innenverteidiger Artur Renner erst in der 56. Minute die verdiente Führung für sein Team, die jedoch nicht lange halten sollte. Bereits in der 69. Minute glich Clausthal mit einem sehenswerten Volleyschuss nach einer Ecke zum 1:1 aus. Bei diesem Sonntagsschuss war TSV-Keeper Kevin Lüs absolut chancenlos.
Von diesem Rückschlag ließen sich die Spieler von Coach Timm Ahfeldt aber nicht beeindrucken, die an diesem Spieltag der Nordharzliga erneut eine tolle Moral zeigten. Generell bezeugt die Leistung der Mannschaft, dass sie weiß, welche Stunde im Kampf um den Klassenerhalt geschlagen hat.
Angetrieben vom Siegeswillen drängte der spielbestimmende Gast auf die erneute Führung, die dann wieder Renner in der 85. Minute mit etwas Glück und großer Hilfe der Zellerfelder gelang. Ein eigentlich als Vorlage gedachter hoher Schuss, den kein Akteur mehr berührte, landete kurios im gegnerischen Torgehäuse. Der Treffer hätte vom TuS-Schlussmann jedoch relativ mühelos verhindert werden können.
Was sich danach auf dem Feld abspielte, symbolisiert den derzeitigen Negativlauf des TSV. Drei Minuten später hätte der kurz zuvor eingewechselte Daniel Steckert den Erfolg seines Teams besiegeln können. Sein Freistoß aus zehn Metern, der aus einer regelwidrigen Ballaufnahme des TuS-Torwarts im eigenen Strafraum resultierte, verfehlte in der 88. Minute aber knapp das Tor. Auf der anderen Seite brachte ein katastrophaler Fehler den TSV in der dritten Minute der Nachspielzeit um den hochverdienten Lohn. Nach dem letzten Freistoß der Partie stand ein Spieler der Gastgeber am langen Pfosten völlig blank und konnte so problemlos zum 2:2 einköpfen.
So schwer der letzte Höhepunkt für Ahfeldt und sein Team zu verdauen sein wird, kann das Unentschieden nach vier Niederlagen am Stück dennoch als Erfolg gewertet werden. Vor allem die Leistung seiner Spieler sollte dem Trainer Mut für die zukünftigen Aufgaben geben. Mit dieser kämpfenden und angriffslustigen Einstellung kann der TSV im Endspurt der Saison das Ziel Klassenerhalt definitiv erreichen.