Fußball-Enthusiasten wieder „on EM-Tour”

Das erste Spiel des deutschen Teams in Lille gegen die Ukraine war bis zuletzt hoch spannend und attraktiv. Georg Kinat, Harald Ahfeldt und Kai Strobel mit den Fußball-Hüten hatten wieder Plätze und trafen auch andere Münchehöfer, unter anderem Timo Röbbel und Jochen Bergmann.
 
Harald trifft Mark Foster beim Spiel in Lille. ,,Wir sind groß" heißt sein Hit, den das ZDF zu seinem offiziellen Song der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich gemacht hat.

Münchehöfer besuchten drei Vorrundenspiele in Lille und Paris

Immer, wenn die drei Münchehöfer Georg Kinat, Harald Ahfeldt und Kai Strobel mit den gelben Hüten von der Fußball-WM in Süd-Afrika 2010 unterwegs sind, geht es auch um Kultur.

Der Besuch der Fußballspiele bei der EM in Frankreich ist zwar der Hauptgrund, aber die TSVer hatten erneut ein volles Programm. Vorweg genommen, es hat alles gut geklappt. Von Terror, Streiks und Fußball-Hooligans oder sonstigen Ausschreitungen war nichts zu sehen. So verbrachten die Münchehöfer sechs gute Tage in Lille und Paris und sind nun schon wieder wohlbehalten zu Hause.
Angst darf man auch nicht haben, wenn man eine solche Reise antritt. Die Karten à 105 Euro für die Spiele der deutschen Nationalmannschaft hatten die Münchehöfer über das sehr komplizierte UEFA-Verlosungsverfahren erhalten, Kategorie zwei. Anreise am Spieltag mit dem Auto zum Hotel, dann ins Stadion in Lille, wo die TSVer zufällig auf den Münchehöfer Timo Röbbel trafen, der für Conti im Fußballmanagement tätig ist. In der Folge traf man sich verabredungsgemäß noch mit Jochen Bergmann, Frank Anders und Holger Link.
Die Münchehöfer konnten die tolle Stimmung im Stade Pierre-Mauroy, 50.000 Zuschauer, Baujahr 2012, direkt hinter der deutschen Trainerbank verfolgen.
Die Ukraine war stark und dem Ausgleich nahe, ehe Bastian Schweinsteiger mit seinem Traumtor alles klar machte.
Es gab drei Personen-Kontrollen. Die Franzosen schienen alles unter Kontrolle zu haben. Es kam keine Nervosität oder gar Angst auf.
Ab nach Paris, wo man in einem Apartment im 6. Stock in der Nähe des Arc de Triomphe sehr gut und verhältnismäßig preiswert unterkam. Georg Kinat: „Von da aus konnten wir mit der Metro die größten Sehenswürdigkeiten besichtigen, zum Beispiel auch den Eiffelturm mit angrenzender Fanmeile. Auch eine Fahrt auf der Seine war dabei. ¡
Aber nun wieder zum Fußball. In Paris liefen noch die Spiele Schweden gegen Irland (Stade de France Saint-Denis 80.000 Zuschauer)) und Schweiz gegen Rumänien (Parc de Princes/Prinzenparkstadion – 45.000 Zuschauer). Hierfür hatten die Münchehöfer keine Karten. Zum ersten Spiel hätte man Karten auf dem Schwarzmarkt bekommen können. Diese wurden massenweise an der Metro-Station angeboten, waren uns aber zu teuer. Für das Spiel Schweiz Rumänien gab es auch noch viele Karten.
Für 50 Euro je 145 Euro Ticket konnte man drei Karten auf dem Schwarzmarkt kaufen, wobei unbegreiflich ist, wie dieses geht und wie die Ticket-Vergabe grundsätzlich läuft. Kinat: „Na ja, uns war’s egal. Das Spiel Schweiz gegen Rumänien war nicht schlecht, die Stimmung war gut. Es gab viele Kontrollen, aber alles blieb ruhig.”
Zum Spiel Deutschland gegen Polen fuhren die Münchehöfer zeitig mit Metro und Zug nach Saint Denis. Drei Stunden vor Spiel wurden die Pforten geöffnet und man kam nach wiederum drei Personenkontrollen als Erste ins Stadion. Das Spiel war mäßig, die polnischen Fans in der Überzahl. Die Stimmung nahm mit zunehmender Spielzeit ab. Trotzdem war das riesige Stadion ein Erlebnis.
Allerdings drängten nach Spielende 80000 zu den Metro- und Zugstationen. Das war absolut chaotisch und die Münchehöfer nahmen einen 45-minütigen Fußweg zur Linie 4 nach Clignancourt auf sich. Von dort ging es ruckzuck zum Apartment zurück. Spielende 23 Uhr, im Apartment 1 Uhr.
Sonntagfrüh losgefahren, Freitagabend nach einigen Ruhrpottstaus wieder zu Hause. Fazit von Georg Kinat: „Es war ein Erlebnis – die Stimmung in den Stadien war erstklassig. Und wir denken schon an die WM in Russland...“